25.10.2018 - 17:09 Uhr
AuerbachSport

Die Abwärtstendenz stoppen

Mit einem gellenden Pfeifkonzert werden die Handballer des ASV Cham von ihrem eigenem Publikum nach der 23:26-Niederlage gegen die HSG Fichtelgebirge verabschiedet. Jetzt müssen sie zum SV 08 Auerbach - und das Publikum dort äußert sich gelegentlich auch lautstark.

Der junge Auerbacher Torhüter Valentin Kroher (Bild) würde gerne mal wieder jubeln – vor allem vor eigenem Publikum.
von Autor HAWProfil

Für die Handballer der SG Auerbach/Pegnitz steht am Samstag, 27. Oktober, gegen den ASV 1863 Cham das zweite Oberpfalz-Derby an. Mit einem Spiel weniger liegen die Bayerwälder mit 6:4 Zählern zwei Plätze vor der Schnödt-Sieben auf Rang sechs. Damit ist das Trainergespann des Vorjahres-Fünften, Filip Turecek und Volker Komossa, vermutlich nicht ganz zufrieden, schließlich lautet das Saisonziel "besser als im Vorjahr". Matthias Schnödt, der voraussichtlich auf das gleiche Team wie in Lauf zurückgreifen kann, erwartet ein ähnlich schweres Spiel, wie in den bisherigen Aufeinandertreffen der beiden oberpfälzischen Teams. Anpfiff ist um 18 Uhr,

Vor allem die torgefährliche Rückraumachse Tahovsky, Klima, Pelikan und Soukup bereitet dem Trainer der Auerbacher dabei einiges Kopfzerbrechen, nicht zu vergessen Lukas Steif, der sich zu einem veritablen Torgaranten entwickelt hat: "Dreh- und Angelpunkt ist zwar Tahovsky, aber ihn alleine aus dem Spiel zu nehmen, bringt voraussichtlich wenig, denn diese Reihe spielt schon sehr lange zusammen und versteht sich fast blind."

Anders als in den vergangenen Jahren, als man in Cham immer wieder von der Rückkehr in die Bayernliga träumte, wurde in dieser Saison das Ziel etwas relativiert. So gaben die Verantwortlichen des ASV bekannt, dass heuer der Aufstieg für die Bayerwälder kein Thema ist. Gleichzeitig wurde jedoch mit dem 21-jährigen Pilsener Matyas Mandaus ein weiterer tschechischer Akteur verpflichtet. Der 2,01 Meter große Linkshänder kann auf der halbrechten und auf der Außenbahn eingesetzt werden und soll als Backup für Petr Tahovsky und Tomas Soukup aufgebaut werden.

Zu dieser Achse gesellt sich mit Fabian Graßl ein erfahrener Spieler, der im Lager der Bayerwälder für große Freude sorgte, als er sich für eine weitere Saison für Cham entschied, denn lange Zeit war nicht klar, ob er zu seinem ehemaligen, seit dieser Saison wieder auferstandenen Verein TB 03 Roding zurückkehren würde. Aber: Vergangene Woche ging Cham gegen die HSG Fichtelgebirge mit 23:36 sang- und klanglos unter. Allerdings ist "klanglos" nicht der richtige Ausdruck, denn die Spieler um das Trainergespann Turecek/Komossa wurden mit einem gellenden Pfeifkonzert aus der Halle geleitet.

Da auch Matthias Schnödt und sein Team der Abwärtstendenz der letzten Wochen entgegenwirken wollen, ist für Samstag ein spannendes Derby zu erwarten. "Uns erwartet ein sehr schweres Spiel, in dem wir die lautstarke Hilfe unseres Publikums brauchen", hofft Schnödt auf eine etwas weniger emotional aufgeheizte Unterstützung von den Rängen als zuletzt.

Vor allem in der Defensive müssen sich die Bergstädter etwas einfallen lassen, denn Soukup, Steif, Klima und Tahovsky fackeln nicht lange, werfen aus allen Lagen und haben mit insgesamt 82 Toren fast zwei Drittel aller Chamer Treffer erzielt.

 

 

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