01.02.2019 - 17:03 Uhr
AuerbachSport

Bittere Niederlage als Zusatz-Motivation für das Derby

Auf den ersten Blick spricht im Landkreisduell der Handball-Landesliga fast alles für die SG Auerbach/Pegnitz und so gut wie nichts für den HC Sulzbach. Trainer Matthias Schnödt warnt aber davor, nur auf die Tabelle zu schauen.

Mutmachendes Abklatschen der Sulzbacher vor dem Hinspiel gegen die SG Auerbach/Pegnitz. Damals verloren sie das Nachbarduell der Landesliga Nord mit 25:28.
von Autor HAWProfil

"Sulzbach hat ähnliche Probleme wie wir, weshalb wir nicht wissen, wer am Wochenende gegen uns auflaufen wird. Im Derby werden sicherlich alle Kräfte mobilisiert", sagt SG-Coach Matthias Schnödt vor dem Duell am Samstag, 2. Februar (17 Uhr), in der Helmut-Ott-Halle. Damit sprach er die Verletzungsmisere des Gegners ebenso an, wie die im eigenen Kader. So gesellte sich zu den Langzeitverletzten Wislicenus und Neuss unter der Woche auch wieder Maxim Pankraz, diesmal mit einem knöchernen Abriss am Daumen. Bereits am Freitag operiert, fällt er erneut mehrere Wochen aus. Jonas Brendel-Suchanek wird wegen einer Schulterverletzung vermutlich ebenfalls nicht dabei sein können.

Bei den Gästen ziehen sich die personellen Probleme durch die gesamte Saison. Nachdem sie mit einem runderneuerten Team hoffnungsfroh gestartet waren, trat schnell Ernüchterung ein. Nach fünf Niederlagen am Stück trat Neu-Trainer Christian Weigl zurück und übergab das Zepter wieder an Christian Rohrbach. Als Neuzugänge verkündete Spieler wie Ismir Buzhala (inzwischen beim TV Wackersdorf in der Bezirksklasse aktiv) oder der Bosnier Nicola Majic kamen nie zum Einsatz und mehrere Verletzungen, aber auch berufliche Unabkömmlichkeiten erschwerten das Zusammenwachsen des Teams. So verwundert es nicht, dass die gesamte Hinrunde sehr holprig verlief, nur drei Siege zu Buche stehen und der HC frühzeitig in den Kampf gegen den Abstieg verstrickt wurde. Dass nun in der Winterpause auch noch Martin Kobylan und Joshua Wiesent (HaSpo Bayreuth II) den Verein verlassen haben, macht die Sache nicht gerade einfacher.

Dennoch gibt es einigen Grund zum Optimismus. Zum einen hat sich der ehemalige slowakische Juniorennationalspieler Filip Dujcak (23) als die erhoffte Verstärkung am Kreis erwiesen. Nachwuchsspieler wurden erfolgreich integriert, wie Spielmacher Daniel Luber. Aber auch Jonas Rohrbach oder Jakob Stiegler überzeugen.

Im Tor steht mit Martin Feldbauer ein routinierter Mann, der seinem Team schon häufig mit guten Leistungen den nötigen Rückhalt bieten konnte. Zuletzt jedoch konnte auch er nicht verhindern, dass man in eigener Halle gegen die HSG Lauf/Heroldsberg mit 22:32 verlor. Diese bittere Niederlage dürfte neben der Hinrundenschlappe (25:28) genug Motivation für die Herzogstädter bieten, sich zu rehabilitieren. Für Matthias Schnödt dagegen stellt sich die Frage nach der Motivation überhaupt nicht: "Derby zu Hause! Mehr brauche ich nicht zu sagen."

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.