16.12.2018 - 16:05 Uhr
AuerbachSport

Am Schluss fehlen der SG Auerbach/Pegnitz ein, zwei Minuten

Sechs Tore Rückstand und noch zehn Minuten zu spielen: Die Schnödt-Truppe sieht im Spiel der Handball-Landesliga bei der HSG Fichtelgebirge schon wie der sichere Verlierer aus. Dann starten die Gäste eine nicht mehr erwartete Aufholjagd.

Der Auerbacher Spielertrainer Matthias Schnödt (links) musste immer wieder selbst die Initiative ergreifen und stand wieder fast die gesamte Spielzeit auf der Platte.
von Autor HAWProfil

Mit einer überraschend knappen, aber letztlich verdienten 24:25 (11:14)-Niederlage beim favorisierten Tabellenvierten HSG Fichtelgebirge endete das letzte Auswärtsspiel der SG Auerbach/Pegnitz in diesem Jahr. Im Duell zweier verletzungsgeplagter Teams hatten die Oberfranken vor etwa 180 Zuschauern das Heft des Handelns über weite Strecken sicher in der Hand, mussten jedoch am Ende der Partie noch einmal zittern und konnten das knappe Ergebnis gerade noch über die Zeit retten. Während die HSG damit auf Platz vier überwintert, rutschte die Schnödt-Truppe erneut einen Platz nach unten und belegt vor ihrem letzten Spiel am Samstag, 22. Dezember, gegen den starken Aufsteiger HG Kunstadt mit 10:14 Punkten Rang zehn.

Selten hatten die Bergstädter eine bessere Chance, in Marktredwitz etwas zu holen, denn HSG-Trainer Vladimir Haber musste neben Dominik Hartmann und Abwehrchef Markus Tröger kurzfristig auch auf Johannes Wippenbeck und damit auf seinen besten Werfer verzichten. Anstatt jedoch, wie von Matthias Schnödt gefordert, gegen den hohen Favoriten befreit aufzuspielen, fehlte den Gästen von Beginn an der nötige Esprit und die nötige Einstellung, um den Gastgeber zu beeindrucken. "Es ist enttäuschend zu sehen, dass man offenbar den Hund zum Jagen tragen muss", ärgerte sich Mathias Schnödt kurz nach der Schlusssirene.

Mit Ausnahme von Schnödt, Thomas Wilke und mit Abstrichen Moritz Hofmann zeigte über weite Strecken des Spiels keiner der Grün-Weißen die erforderliche Emotion, die den Ausschlag hätte geben können. "Ich will keinem unterstellen, dass er sich nicht alles gegeben hätte, aber wir haben nach Außen keinerlei Selbstvertrauen ausgestrahlt." Vielmehr musste er immer wieder selbst die Initiative ergreifen, musste die folgenden Aktionen vorgeben und selbst wieder fast über die gesamte Zeit auf der Platte stehen. Natürlich spürt man auch mehr und mehr die angespannte Personalsituation und die fehlenden Wechselmöglichkeiten, aber dass auch von den einsatzfähigen Spielern etwas mehr erwarten kann, zeigten ausgerechnet die Youngster Tizian Podlech und Max-Anton Seiffert. In den letzten zehn Minuten waren gerade die Leistungen der Jungen ein Lichtblick und hätten fast noch die Wende herbeigeführt. In der 49. Minute stand es 22:16, Auerbach sah wie der sichere Verlierer aus, startete dann aber eine nicht mehr erwartete Aufholjagd. Auch die Gastgeber schienen beeindruckt, Tor um Tor arbeitete sich die SG heran, wurde aber von der Schlusssirene jäh aus ihrer Hoffnung auf Zählbares gerissen. Letztlich fehlten wohl nur ein, zwei Minuten für eine Überraschung.

SG Auerbach/Pegnitz:Kroher, Seiffert, Tannenberger (1), Schnödt (2), Mo. Hofmann, Weisser, Podlech (2), A. Hofmann (7/3), Kolb, Kraus (1), Schalanda, Wilke (11/1)

 

 

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