12.10.2018 - 15:11 Uhr
Sport

Auftakt gegen Absteiger

Nach dem Saisonstart in Pfaffenhofen bekommt es der ERSC Amberg auch bei der Heimpremiere mit einem Ex-Bayernligisten zu tun. Personell hat Trainer Dirk Salinger ein paar Sorgen weniger, aber noch lange nicht die Qual der Wahl.

Achtung Rutschgefahr! Der ERSC Amberg (im Bild links Daniel Troglauer) erwartet im ersten Heimspiel der neuen Landesliga-Saison am Sonntagabend den EV Moosburg.
von Autor PAProfil

Der ERSC Amberg steht bei einem Großteil der Landesliga-Konkurrenz hoch im Kurs. Das Auftaktprogramm fordert von den Wild Lions aber von Beginn an Vollgas. Das wird auch am Sonntag, 14. Oktober, um 18.30 Uhr, bei der Heimpremiere gegen den EV Moosburg nötig sein. Auf den traf der ERSC bereits in der Verzahnungsrunde der Vorsaison. Jeder der Kontrahenten konnte dabei sein Heimspiel gewinnen, für Moosburg stand am Ende aber der Abstieg aus der Bayernliga. Dorthin will man nach Möglichkeit wieder zurück und hat gefühlt nominell einen stärkeren Kader, was nicht zuletzt an Trainer Bernie Engelbrecht liegt.

Der ehemalige Profi-Torhüter genießt einen guten Ruf und seine Kontakte zum EV Landshut haben vermutlich bewirkt, dass einige junge Talente von dort nach Moosburg wechselten. Im Angriff sind mit Tobias Gilg (Dingolfing) und Patrick Holler (Freising) zwei erfolgreiche Scorer zurückgekehrt und auf den Kontingentstellen verlässt man sich auf Kanadier. Nolan Regan wird aber noch auf seinen Landsmann Matt Andreacchi warten müssen, denn der laboriert an einer Handverletzung. Beim ERSC Amberg hat Trainer Dirk Salinger nach der Testphase feste Vorstellungen über die Zusammensetzung der Reihen, durch die breite spielerische Basis im Kader aber auch die Möglichkeit, ohne besonderen Qualitätsverlust zu variieren. Das Angebot im Kader vergrößert nach seiner abgesessenen Sperre jedenfalls Stürmer Felix Söllner. Möglicherweise kann auch Andreas Hampl nach seiner Nasenblessur wieder mitwirken. Aller Voraussicht nach wird sich auch der neue Verteidiger Vaclav Benak dem Amberger Publikum vorstellen.

Am Sonntag fehlen allerdings weiter Lukas Salinger (gesperrt) und Thomas Schreier (Schulterverletzung). Die Löwen spekulieren nicht zuletzt auf ihren Heimvorteil und die Unterstützung von den Rängen.

Info:

Sperren und Verletzungen während der Vorbereitung haben den Verantwortlichen des Eishockey-Landesligisten ERSC Amberg vor Augen geführt, wie schnell es „empfindlich dünn“ in der Abwehrbesetzung werden kann. Nun ergab sich kurz vor Ende der Transferperiode eine unerwartete Möglichkeit, die Defensive zu stärken. Vom EV Pegnitz kommt kurzfristig und auf eigenen Wunsch Vaclav Benak.

Der 40-Jährige kann auf die Erfahrung von über 750 Extraliga-Spielen (!) in Tschechien verweisen, wurde 2012 mit HC Pardubice auch Landesmeister, wobei er das entscheidende Tor erzielte. Unterbrochen wurden seine Extraliga-Zeiten nur von einem Gastspiel beim Schweizer Rekordmeister HC Davos, mit dem er 2007 ebenfalls den Titel holte. In Pegnitz erzielte der Defender in der Vorsaison in zwölf Partien der Verzahnungsrunde 14 Scorerpunkte. Löwen-Trainer Dirk Salinger ist äußerst erfreut über „eine unerwartete wie hochwertige Verstärkung“.

Vaclav Benak.

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