03.11.2026 - 14:56 Uhr

Bartras emotionale Rückkehr zu Borussia Dortmund

Im April 2017 wird Marc Bartra als einziger Spieler beim Anschlag auf den Mannschaftsbus vom BVB verletzt. Am Mittwoch kehrt der Spanier mit Betis Sevilla in der Königsklasse nach Dortmund zurück.

Für Marc Bartra wird das Aufeinandertreffen mit Borussia Dortmund in der Champions League ein ganz besonderes Fußballspiel. Die Rückkehr des Spaniers mit Real Betis Sevilla nach Dortmund am Mittwoch (21.00 Uhr/ DAZN) wird mehr als nur das normale Wiedersehen mit einem Ex-Club.

Bei Borussia Dortmund erlebte der heute 35-Jährige am 11. April 2017 den Anschlag auf den Mannschaftsbus. Mit einem Bruch der Speiche und Verletzungen durch Splitter am Handgelenk war der Spanier der einzige Spieler, der damals physisch zu Schaden gekommen war. Mit seinen Verletzungen lag Bartra nach dem Anschlag vier Tage im Krankenhaus. Auch ein Polizist wurde verletzt.

Im Jahr 2018 verließ Bartra die Dortmunder nach eineinhalb Jahren und 51 Pflichtspielen wieder und wechselte zu Real Betis Sevilla in sein Heimatland Spanien. Nach einem kurzen Intermezzo beim türkischen Club Trabzonspor steht der Abwehrspieler heute bei den Andalusiern weiterhin regelmäßig auf dem Platz.

Betis mit drei Siegen in Königsklasse gestartet

Beim 2:1-Erfolg gegen den FC Malaga am Wochenende brachte der Innenverteidiger Real Betis per Kopfball in Führung. Der Verein aus Sevilla steht in der spanischen La Liga auf dem vierten Tabellenplatz und ist auf dem Kurs, sich erneut für die Champions League zu qualifizieren. Auch in der Königsklasse blicken die Andalusier auf einen hervorragenden Start zurück. Die Mannschaft von Trainerroutinier Manuel Pellegrini gewann in der Ligaphase bisher alle drei Spiele gegen OSC Lille, FC Porto und Feyenoord Rotterdam. 

„Sie sind eine sehr gute Mannschaft. Wenn man in Spanien unter die ersten vier kommt, kann man schon etwas“, sagte BVB-Trainer Niko Kovac. „Wir werden morgen einen Gegner erwarten, der nicht nur drei Spiele gewonnen hat, sondern eine Mannschaft, die sehr spielstark ist. Eine Mannschaft, die typisch spanisch spielt, sehr viel Ballbesitz haben möchte, den Ball sehr viel zirkulieren lässt. Aber auch eine Mannschaft, die schnell und gut umschalten kann.“

BVB will Anschluss an top Acht halten

Und die Dortmunder? Nach dem starken Auftritt beim 2:2 im Bundesliga-Spitzenspiel beim FC Bayern München geht es für die Schwarz-Gelben im vollgepackten Spielkalender mit neun Pflichtspielen in weniger als einem Monat direkt weiter. Mit dem späten Ausgleich in München und dem Last-Minute-Siegtreffer im DFB-Pokal gegen Werder Bremen zeigten sich die Dortmunder zuletzt widerstandsfähig. 

„So wie ich die Mannschaft wahrnehme, wie ich mich selbst fühle, muss ich sagen, sind wir alle athletisch auf einem sehr guten Level. Wir fühlen uns gut und sind ready, alle paar Tage zu performen“, sagte BVB-Torwart Gregor Kobel. In der Champions League steht Dortmund mit zwei Siegen und einer Niederlage mit sechs Punkten da. Im Heimspiel gegen Betis gilt es, den Anschluss an die Top-Acht in der Tabelle der Königsklasse zu wahren, um sich direkt für das Achtelfinale zu qualifizieren.

Kovac lässt Formation offen

An den vergangenen Spieltagen waren die Dortmunder mit den Fernreisen an den Polarkreis zu FK Bodø/Glimt und nach Aserbaidschan zu Sabah FK in weiter Ferne gefragt. Ihr bisher einziges Heimspiel in der Gruppenphase der Champions League in dieser Saison konnten die Schwarz-Gelben gewinnen. Gegen den FC Villareal erkämpften sich die Dortmunder Anfang September einen 3:2-Heimsieg. 

Zuletzt überraschte der BVB beim FC Bayern mit einer taktischen Umstellung auf eine Viererkette. Ob es in der Königsklasse die Rückkehr zu drei Innenverteidigern gibt, ließ Trainer Kovac vor der Partie gegen Betis offen. „Es ist jetzt nicht in Stein gemeißelt, dass wir das immer machen werden“, sagte Kovac zur Viererkette in München. „Aber es ist auch nicht in Stein gemeißelt, dass wir es nicht wieder so probieren werden. Es geht um Flexibilität.“

© dpa-infocom, dpa:261103-930-937935/1

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