13.01.2021 - 20:34 Uhr
BayernSport

Olympiasiegerin und Oberpfälzer beim geheimen IBU-Cup am Arber

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Sogar eine Olympiasiegerin beehrt den König des Bayerwalds, den Arber. Beim IBU-Cup der Biathleten ist dieses Mal aber wegen Corona natürlich vieles anders. Auch für Johannes Donhauser aus Raigering.

Johannes Donhauser mit seinen Arbeitsgeräten auf dem Weg zur Arbeit. Der Biathlet startet am Donnerstag beim IBU-Cup am Arber.
von Josef Maier Kontakt Profil

Es ist ein Debüt im Geheimen, geheimer geht's nicht: Die Schwedin Stina Nilsson war in den vergangenen Jahren eine der wenigen Skilangläuferinnen, die den dominanten Norwegerinnen um Therese Johaug und Marit Björgen Paroli bieten konnte. Vor drei Jahren wurde die 27-Jährige Olympiasiegerin im Sprint, feierte mehrere Weltmeistertitel und Weltcupsiege. Vor gut einem Jahr wechselte die Blondine die Seiten. "Mein Traum ist es eine Biathletin zu sein", sagte sie damals. Jetzt ist sie eine, und gibt am Donnerstag im Bayerischen Wald ihr internationales Debüt.

Keine Presse vor Ort

Der IBU-Cup, die Serie unterhalb des Weltcups, ist auch in diesem Winter im Hohenzollern-Skistadion unterhalb des Arbers zu Gast. In diesem Jahr ist aber alles anders. Der Arber ist im Januar die erste Station der zweiten Biathlon-Liga. Zuschauer sind ohnehin nicht erlaubt und sogar keine Pressevertreter, was absolut außergewöhnlich ist. Die Internationale Biathlon-Union (IBU) sah sich nicht imstande, die hohen Anforderungen an Infektionsschutzmaßnahmen in Coronazeiten umzusetzen. Auch die Proteste des Bayerischen Journalistenverbandes fruchteten nichts.

Trainingslager mit dem Weltcup-Team in Finnland

Ursensollen

Und so wird auch die Rückkehr von Johannes Donhauser total im Verborgenen ablaufen: Nach seinem sensationellen deutschen Meistertitel im September in Altenberg war der Raigeringer, der in Ruhpolding am Stützpunkt trainiert, im Fokus. Im November nahm Bundestrainer Mark Kirchner den Oberpfälzer sogar mit Arnd Peiffer, Erik Lesser und Co mit ins Trainingslager der Weltcup-Athleten nach Finnland. Vor zwei Jahren absolvierte Donhauser schon zwei IBU-Cups in Schweden, jetzt hat er sich weiterentwickelt und ist am Weltcup-Team näher dran denn je: "Ich mache mir aber jetzt keinen Druck und nehme mir auch keine Platzierung vor", sagte Donhauser am Mittwoch den Oberpfalz-Medien vor dem ersten Rennen am Arber am Donnerstag, einem Zehn-Kilometer-Sprint. "Ich bin ganz gut drauf, ich glaube, das passt ganz gut." Auch die deutschen Athleten - acht Männer und Frauen (darunter Franziska Hildebrand) - unterliegen einem strengen Hygienekonzept. Trainiert werde nur in Kleingruppen, berichtet Donhauser. Und auch regelmäßige Corona-Tests stehen an, erzählt er: "Ich bin am Montag und Mittwoch getestet worden."

Am Samstag stehen nochmals Sprintrennen der Männer und Frauen auf dem Programm, am Sonntag Staffel-Rennen. Auch kommende Woche gibt es weitere Wettbewerbe im Bayerischen Wald.

Ohne Unterstützung der Familie

Am Donnerstag geht Donhauser mit der Startnummer 148 - und damit als Letzter auf die Strecke. Bei seiner Rückkehr in den IBU-Cup hätte er unter normalen Umständen besondere Unterstützung gehabt. "Meine Eltern wären sicherlich da gewesen, vielleicht auch meine Geschwister", sagt er. Jetzt muss er ohne Oberpfälzer Unterstützung treffen und eine tolle Zeit laufen.

"Ich bin ganz gut drauf, ich glaube, das passt ganz gut."

Johannes Donhauser zu seinen Chancen beim Sprint am Arber

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