04.09.2018 - 22:01 Uhr
BayreuthSport

Rost übernimmt in Bayreuth

SpVgg entlässt nach Fehlstart in die Regionalliga-Saison Trainer Albersinger

Timo Rost soll die SpVgg Bayreuth zurück in die Spur führen.
von Externer BeitragProfil

Bayreuth. (exb) Nach einem kapitalen Fehlstart in die neue Regionalliga-Saison und dem unrühmlichen Pokalaus beim Erzrivalen Bayern Hof hat die SpVgg Bayreuth den Trainer gewechselt. Josef Albersinger ist Vergangenheit, Timo Rost Zukunft. Der 40-jährige ehemalige Bundesligaspieler, der in der Vorsaison noch bei der SpVgg Greuther Fürth II auf der Trainerbank saß und auch schon drei Jahre lang den FC Amberg trainierte, wurde mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet. Am Montag leitete Rost bereits das erste Training.

Vier Tage nach dem dürftigen 2:2 im Regionalliga-Kellerduell beim FC Pipinsried haben die Verantwortlichen der Gelb-Schwarzen die Notbremse gezogen oder - wie es Geschäftsführer Wolfgang Gruber formulierte - "an den Stellschrauben gedreht" und Josef Albersinger seines Amtes enthoben. Albersinger wurde zwar als Trainer vor die Türe gesetzt, auf der Gehaltsliste der Altstädter steht der hauptamtliche Coach durch den Zwei-Jahres-Vertrag aber immer noch. Schadensbegrenzung versuchen die Altstädter nun dadurch zu betreiben, dass sie dem 52-jährigen eine laut Geschäftsführer Mathias Fleischmann "sinnvolle Position im Verein" zukommen lassen wollen. Gespräche dahingehend werden in den nächsten Tagen geführt.

Timo Rost hat sich nicht nur während der ersten Trainingseinheit ein Bild von seiner neuen Mannschaft machen können, er hat sie auch im Video studiert. Und dabei hätten sich die ersten persönlichen Eindrücke bestätigt: "Die Mannschaft hat große individuelle Klasse und allemal das Zeug, die Klasse zu halten." Dieses vorhandene Potenzial war für den 40-Jährigen aber nur ein Grund, weshalb er den schwierigen Job bei der Altstadt angenommen hat. Gefragt nach seinen Beweggründen sagte er, er sei ein Typ, der schwierige Herausforderungen reizvoll finde. "Außerdem bin ich Franke und weiß auch, welches Potenzial dieser Verein mit seinen Fans hat. Hinzu kommt, dass sich die Vereinsführung sehr um mich bemüht hat und mir klar aufgezeigt hat, dass in dieser Saison nur der Klassenerhalt zählt und man dann gewillt ist, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln."

Seine vorrangige Aufgabe sieht er darin, "Freude und Leidenschaft" bei seiner Mannschaft zu wecken. "Wir werden versuchen, so einfach wie möglich Fußball zu spielen, mit einer klaren Struktur. Und ich will Spieler auf dem Platz haben, die sich für diesen Verein zerfleischen."

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