Update 09.07.2026 - 08:30 Uhr

Nächste Belgien-Kontroverse bei WM: Ärger um Trainingsplatz

Wieder Wirbel um Belgiens Fußball-Team: Der Verband hält die Trainingsbedingungen vor dem WM-Viertelfinale für ungenügend. Die Platzbesitzer sind verwundert.

Belgiens Team um  Maxim De Cuyper tritt bei der WM immer selbstbewusster auf. Bild: Maddy Grassy/AP/dpa
Belgiens Team um Maxim De Cuyper tritt bei der WM immer selbstbewusster auf.

Belgiens Nationalmannschaft lässt sich bei der Fußball-WM von den Gastgebern weiter nichts gefallen. Nach dem 4:1-Sieg gegen das US-Team inmitten der Kontroverse um die aufgehobene Rot-Sperre von US-Torjäger Folarin Balogun reichten die Belgier erneut Beschwerde ein. Das ihnen zunächst für die Vorbereitung auf das Viertelfinale gegen Spanien zugewiesene Trainingsquartier entspreche „nicht den für unsere Trainingseinheiten erforderlichen Mindeststandards“, ließ der Nationalverband RBFA wissen. 

Der Weltverband FIFA erlaubte den Belgiern daraufhin, statt wie zunächst geplant auf dem Gelände der Loyola-Marymount-Universität (LMU) beim MLS-Club Los Angeles Galaxy zu trainieren. Die Uni in der kalifornischen Metropole zeigte sich irritiert. „Unser Spielfeld ist in einem hervorragenden Zustand und wurde bereits von mehreren Profisportmannschaften genutzt - auch für diesen Sommer sind entsprechende Einsätze geplant“, teilte die LMU dem Portal „The Athletic“ mit.

Belgien-Keeper: Sind großartiges Team

Unterdessen schöpft Belgiens Nationalelf für das Viertelfinale gegen den großen Favoriten Spanien Selbstvertrauen aus der Vergangenheit. Torwart Thibaut Courtois erinnerte an den unerwarteten Sieg vor acht Jahren gegen Brasilien, als ein 2:1 im WM-Viertelfinale den ersten Einzug ins Halbfinale nach 32 Jahren ermöglichte. „Die waren favorisiert und vielleicht hatten sie individuell mehr Qualität“, sagte der Keeper von Real Madrid über Parallelen zum nächsten Spiel. „Aber ich habe das Gefühl, wir sind jetzt ein großartiges Team, und wir kämpfen.“ 

Courtois erinnerte an das knappe Weiterkommen gegen Senegal im Sechzehntelfinale vergangene Woche, als Belgien einen 0:2-Rückstand noch drehte. „Das hat unsere Fähigkeiten gezeigt, bis zum Ende an uns zu glauben, und das ist eine Stärke bei einer Weltmeisterschaft. Das Wichtigste ist, Spiele zu gewinnen. Es ist schön, wenn man auch gut spielt, aber das Wichtigste ist zu gewinnen und das haben wir getan“, sagte er. Spanien hat als einziges Team bei der WM noch gar kein Gegentor kassiert. 

Im Achtelfinale gegen die USA gab es dann ein souveränes 4:1 für Belgien, trotz der Aufregung um den gegnerischen Stürmer Balogun, dessen Rot-Sperre die FIFA nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump unerwartet zur Bewährung ausgesetzt hatte.

© dpa-infocom, dpa:260709-930-356444/2

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