08.01.2021 - 12:20 Uhr
MünchenSport

BFV-Pandemiekurs: Mehr Zustimmung, aber auch Sorgen der Vereine

Der Bayerische Fußballverband verbucht eine wachsende Zustimmung, was seine Entscheidung in Pandemiezeiten anbelangt. Eine in Auftrag gegebene Studie belegt aber auch die Sorgen der Fußballvereine im Freistaat.

Wann kann es wieder mit dem Trainingsbetrieb losgehen? Eine von vielen Fragen, die die bayerischen Fußballvereine beschäftigt.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Der Bayerische Fußballverband (BFV) sieht sich in seinem Kurs bezüglich der Corona-Pandemie bestätigt. Wie der Verband auf seiner Homepage (www.bfv.de) mitteilt, ist der Zuspruch der bayerischen Fußballvereine zur im Frühjahr 2020 getroffenen Entscheidung, die Saison 2019/20 nicht vorzeitig abzubrechen, sondern bis Sommer 2021 sportlich zu Ende bringen zu wollen, noch einmal deutlich gestiegen.

Laut einer vom BFV in Auftrag gegebenen, repräsentativen Studie des Sportberatungs- und Sportmarktforschungsunternehmen SLC Management befürworten aktuell 76,8 Prozent der Vereine die Saisonweiterführung. Vor rund neun Monaten hatte dieser Wert bei 68,13 Prozent gelegen. An der erneuten Umfrage im Dezember 2020 nahmen 1664 Vereinsfunktionäre aus dem gesamten Freistaat teil.

In der aktuellen Befragung äußerten sich die Vereine auch zu ihren Problemen. Mit am größten sind die Sorgen der Vereine im wirtschaftlichen Bereich und in Sachen Nachwuchs. Fehlende Einnahmen beklagen mittlerweile 70,1 Prozent der Klubs (Frühjahr 2020: 36,1 Prozent). Knapp vier Fünftel (79,1 Prozent) befürchten pandemiebedingt den Verlust von Kindern und Jugendlichen. Die wichtigsten Ergebnisse der Befragung: Die BFV-Entscheidung, die Saison nicht abzubrechen, ist richtig: Frühjahr: 68,13 Prozent, Dezember: 76,8 Prozent Die BFV-Entscheidung, vorzeitig in die Winterpause zu gehen, ist richtig: 93,3 Prozent Größte Vereinssorgen

(sportlicher Bereich):

(Wiederaufnahme) Trainingsbetrieb: Frühjahr: 72,3 Prozent, Dezember: 83,8 Prozent

Zeitpunkt Fortführung des Spielbetriebs: Frühjahr: 84,3 Prozent, Dezember: 80 Prozent Größte Vereinssorgen (wirtschaftlicher Bereich):

Wegfall Veranstaltungen und Einnahmen: Frühjahr: 82,1 Prozent, Dezember: 87,4 Prozent

Fehlende Einnahmen Tickets: Frühjahr: 36,1 Prozent, Dezember: 70,1 Prozent Größte Vereinssorgen (organisatorischer Bereich):

Verlust von Kindern und Jugendlichen/Mannschaften: Dezember: 79,4 Prozent (Frühjahr nicht abgefragt)

Abhaltung von Mitgliederversammlungen: Frühjahr: 54,1 Prozent, Dezember: 65,4 Prozent

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