Deutschland und die Welt
30.10.2019 - 09:35 Uhr

Nach dem Bochum-Gewürge: Die letzte Warnung an den FC Bayern

Es geht noch schlechter. Das beweien die Bayern am Dienstagabend im Pokal beim VfL Bochum. Schnell wird einer erneut heftig in den Fokus geraten, der am wenigsten dafür kann, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

Verschnupft: Bayern-Keeper Manuel Neuer kann das Gekicke seiner Vorderleute nicht mehr mitansehen. Bild: Guido Kirchner
Verschnupft: Bayern-Keeper Manuel Neuer kann das Gekicke seiner Vorderleute nicht mehr mitansehen.

Trotz des mühsamen Pokalerfolges am Ende, da haben sich ein paar Milliönchen einfach so in Luft aufgelöst. Laut Transfermarkt.de ist der Luxuskader des FC Bayern München fast eine Milliarde Euro wert. Eine aberwitzige Summe. Nach dem Sieg in fast letzter Minute am Dienstagabend beim abstiegsgefährdeten Zweitligisten VfL Bochum kann man getrost ein paar Nullen streichen.

Was war das für ein überheblicher und teilweise hilfloser Auftritt tief im Westen. Ein Auftritt, der sich in den letzten Wochen angekündigt hatte. Der FC Bayern dümpelt weiter durch die Saison, geblendet von einem 7:2-Erfolg bei Tottenham.

Kein Einsatz, kein Esprit, kein gegenseitiges Anfeuern, einfach ein Den-Stiefel-Runter-Spielen. Leute wie Thiago, Coutinho oder Ivan Perisic laufen wie Söldner über den Rasen. Ohne Herz, ohne Stolz für diesen großen Verein. Andere wie Joshua Kimmich werden ihren eigenen Ansprüchen nicht gerecht. Und wieder andere sind nicht wiederzuerkennen: Mann, ist dieser Benjamin Pavard langsam!

Für Niko Kovac ist das 2:1 ein Pyrrhussieg. Er wird nach diesem Auftritt noch mehr ins Feuer geraten. Auf ihn wird sich alles kanalisieren. Die Trainer-Diskussion wird eine Dynamik bekommen, die nicht mehr aufzuhalten sein dürfte. Dass die Kicker ihren Coach, der sich trotz dürftiger Leistungen immer vor sie stellt, so im Stich lassen, ist die größte Unverschämtheit.

 
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