21.12.2020 - 21:55 Uhr
Deutschland und die WeltSport

Kommentar zur Spuck-Attacke: Viel zu milde Strafe für Marcus Thuram

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Es war eine unglaubliche Szene: Jetzt hat der DFB geurteilt in Sachen "Spuck-Attacke" von Gladbachs Marcus Thuram. Genauso unglaublich ist das Ergebnis, meint unser Sportredakteur Josef Maier

Die Sekunden vor der verhängnisvollen Szene: Gladbachs Marcus Thuram (links) und Hoffenheims Stefan Posch. Dann spuckt der Gladbacher seinem Gegenüber ins Gesicht.
von Josef Maier Kontakt Profil
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Einige zeigten dann auch noch Nachsicht: Knochen und Sehnen, alles sei doch heil beim Hoffenheimer Stefan Posch. Er habe doch keinen schwerer verletzt. Hat er doch, aber nicht körperlich. Marcus Thuram hat seinen Gegenspieler aufs Übelste gedemütigt und verhöhnt.

Die Spuckattacke des Gladbachers wirkt nach. Die Bilder vom Samstag machen immer noch sprachlos. Fast so sprachlos wie so mancher Versuch der Gladbacher, des Unerklärliche zu erklären: Im Zuge eines Wortschwalls und in größter Erregung habe er unwillkürlich gespuckt, gab Gladbachs Sportdirektor Max Eberl die erste Version des Franzosen wieder. Es sei auch keine Absicht gewesen ... Manchmal ist es wirklich besser zu schweigen.

Thurams Spuckattacke

München

Der Deutsche Fußball-Bund hatte wegen dieser Ekel-Attacke ein Urteil mit Signalwirkung versprochen. Schon vor Wochen bei der Spuckattacke des Schalkers Ozan Kabak gegen den Bremer Ludwig Augustinsson hatte der DFB nur vier Spiele Sperre verhängt. Ein Grund für das milde Urteil: Man habe nicht beweisen können, ob der Spucker sein Opfer auch getroffen hat ... Man muss wirklich nicht alles verstehen.

Thuram bekommt sechs Spiele Sperre aufgebrummt, de facto sind es nur fünf. Der 23-jährige Weltmeister-Sohn ist für eine der widerlichsten Szenen in der Bundesliga-Geschichte wirklich sehr gut weggekommen.

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