Diendorf bei Nabburg
24.03.2025 - 15:11 Uhr
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Harter Schlag für den SV Diendorf: Die unglücklichen Minuten gegen Spitzenreiter FC Schwarzenfeld

Der SV Diendorf hat in der Fußball-Kreisliga West Spitzenreiter 1. FC Schwarzenfeld lange Paroli geboten. Dann gab es einige unglückliche Entscheidungen,. der FC OVI/Teunz feiert einen Rückkehrer.

Diendorfs Spielertrainer (rechts) Sebastian Ring beschwert sich beim Schiri-Assistenten. Die SV-Spieler waren mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden. Bild: ham
Diendorfs Spielertrainer (rechts) Sebastian Ring beschwert sich beim Schiri-Assistenten. Die SV-Spieler waren mit einigen Entscheidungen nicht einverstanden.

Die Situation passte irgendwie zu diesem Nachmittag: „Dann ging der Ball an den Pfosten und kullerte die Linie entlang“, erzählt Sebastian Ring von den letzten Sekunden der Partie. Und dann? „Dann schlug ihn ein Schwarzenfelder weg.“ Sekunden später war Abpfiff. Der 1. FC Schwarzenfeld, Spitzenreiter der Fußball-Kreisliga West, hatte am Samstag beim SV Diendorf mit 2:1 gewonnen.

Lange Zeit hatte es in Diendorf nach einer Überraschung ausgesehen. Eine Viertelstunde vor Schluss führte der Gastgeber noch mit 1:0. „Etwas glücklich“, wie Ring zugab. Alex Kleierl hatte sich nach eineinhalb Jahren Verletzungspause gleich mit einem Tor zurückgemeldet. „Freilich war Schwarzenfeld spielerisch überlegen, hatte viel mehr Ballbesitz“, erläuterte der Diendorfer Spielertrainer den Verlauf der Partie. In der 75. Minute gab der Schiri einen Elfmeter für die Gäste. „Das war eigentlich keiner, das haben selbst die Schwarzenfelder gesagt“, meinte Ring. Timon Porcher verwandelte zum 1:1. „Im Gegenzug haben wir keinen Elfer bekommen“, haderte der Diendorfer Coach mit den Entscheidungen des Schiri-Gespanns in dieser Phase. „Da hat mir einfach die klare Linie gefehlt.“ Kurz vor Schluss gelang Schwarzenfeld durch den jungen Samuel Hadasch auch noch der Siegtreffer. Und dann tänzelte ja der Ball in den letzten Sekunden auf der Linie ...

Ring macht Komplimente

„Das ist ein harter Schlag, dass wir uns nicht belohnt haben“, sagte Ring weiter. „Ein Unentschieden wäre auf jeden Fall verdient gewesen.“ Der Neuling aus Diendorf befindet sich somit weiter im Abstiegskampf, dennoch ist Ring nicht bang: „Ich kann meiner Mannschaft nur ein Kompliment machen.“ Allerdings werden die Aufgaben nicht leichter. Am kommenden Wochenende geht es an den Buchberg zum Neulingskollegen und Überraschungszweiten Kemnath.

Die Schwarzenfelder bleiben auch nach 19 Saisonspielen ungeschlagen. „Wir hätten uns nicht beschweren dürfen, wenn es Unentschieden ausgeht, aber wir nehmen die Punkte einfach mal so mit“, sagte Ausgleichstorschütze Porcher. „Die Diendorfer haben uns das Leben wirklich schwer gemacht.“ Seiner Meinung nach sei die Umstellung zur Pause entscheidend gewesen, Kapitän Florian Schlagenhaufer spielte dann eine echte Sturmspitze. „Da hatten wir dann einen Abnehmer.“ Porcher, der auch an der Entstehung des Siegtreffers maßgeblich beteiligt war, wird dem Spitzenreiter jetzt aus beruflichen Gründen drei Spiele fehlen.

Fast ein Jahr hatte Daniel Augustin dem FC OVI/Teunz gefehlt. „Er tut unserer Offensive einfach wahnsinnig gut“, sagt sein Trainer Christian Zechmann. Und das noch viel mehr, wenn er gleich wieder trifft. Gegen den FC Schmidgaden machte Augustin nach 13 Minuten per Elfmeter schon das spielentscheidende Tor beim 1:0-Erfolg. „Wir müssen ihm aber auch nach der langen Pause noch Zeit geben, bis er wieder seine Fitness und Form hat“, will Zechmann den Angreifer nicht überbelasten.

Mit dem Sieg hat der FC OVI/Teunz weiter Chancen auf Relegationsplatz zwei. Auch der SV Kemnath (3:2 gegen den SV Haselbach), der eben jenen derzeit innehat, und der Dritte TSV Detag Wernberg (3:2 beim SC Katzdorf) erledigten ihre Hausaufgaben, während der TV Nabburg als Vierter das Torschießen in der Winterpause verlernt hat. Nach der Nullnummer vor einer Woche gegen Katzdorf, gab es nun die nächste – beim Schlusslicht SG Pertolzhofen/Niedermurach.

Dieterskirchener sieht „Rot“

Der TSV Dieterskirchen hat derweil nicht nur den Auftakt ins neue Jahr verloren, sondern auch Sebastian Weingärtner. Der sah bei der klaren 0:3-Niederlage im Kellerduell gegen den TSV Nittenau eine Viertelstunde vor Schluss „Rot“. Kurze Zeit später machten die Gäste mit ihrem dritten Tor alles klar. Dennoch haben die Dieterskirchener noch einen Trumpf im Abstiegskampf: Sie haben zwei Spiele weniger absolviert als ihre Konkurrenten im Keller-Bereich.

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