Dießfurt bei Pressath
06.10.2023 - 09:02 Uhr
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Kreisliga-Vorletzter FC Dießfurt will endlich raus aus der Abstiegszone

Der FC Dießfurt wandelt in der Kreisliga Nord am Abgrund. Vorletzter, das Abstiegsgespenst im Nacken. So haben sich die Rot-Weißen die Saison nicht vorgestellt.

Der FC Dießfurt hat gegen die Spitzenteams der Kreisliga Nord, wie etwa beim 0:0 beim SV Kohlberg (Bild), ganz ordentlich gespielt. Dennoch ist man Vorletzter. Eine Platzierung, die nicht den Ansprüchen des Vereins genügt. Bild: war
Der FC Dießfurt hat gegen die Spitzenteams der Kreisliga Nord, wie etwa beim 0:0 beim SV Kohlberg (Bild), ganz ordentlich gespielt. Dennoch ist man Vorletzter. Eine Platzierung, die nicht den Ansprüchen des Vereins genügt.

Neun Punkte nach elf Spieltagen – die Tabelle der Kreisliga Nord weist für den FC Dießfurt ein Zwischenzeugnis aus, das schlichtweg unbefriedigend ausfällt. Angesichts der mageren Bilanz von sechs Niederlagen bei nur zwei Siegen und drei Unentschieden wollen die Vereinsverantwortlichen die brisante Situation auch gar nicht beschönigen. "Das ist ganz klar zu wenig", wird Abteilungsleiter Henry Schraml deutlich. "Wir müssen schauen, dass wir schnellstmöglich Punkte sammeln und da unten rauskommen."

Leichter gesagt als getan. Der Abwärtstrend spricht eindeutig gegen die Mannschaft von Trainer Georg Ramsauer. In den letzten fünf Spielen gelang kein einziger Dreier, lediglich zwei Remis stehen hier auf dem Habenkonto. "Es ist ja nicht so, dass wir total unterlegen sind und nichts auf die Reihe bekommen", sagt Schraml. Meist sei man den Gegnern ebenbürtig, "teilweise waren wir sogar die bessere Mannschaft". Allerdings, so räumt er ein, halte man das erforderliche Niveau nicht über 90 Minuten durch: "Wir spielen die erste Halbzeit, vielleicht auch 60 Minuten richtig gut, dann leisten wir uns Fehler und geraten auf die Verliererstraße."

Nachlassende Konzentration

So wie jüngst im Kellerduell beim TSV Eslarn. Zur Pause hätten sich die Gastgeber angesichts der forschen Dießfurter Spielweise nicht über einen Rückstand beschweren dürfen. Doch nach dem Wechsel vollzog sich beim Stand von 0:0 einmal mehr ein Bruch im Spiel des FCD. In der 53. Minute geriet der Tabellenvorletzte in Rückstand, kurz vor Schluss machte Eslarn dann mit dem 2:0 den Deckel drauf. "Es ist schwer zu sagen, woran der Leistungsabfall liegt", sagt Schraml. Konditionelle Probleme schließt der Spartenleiter aus, vielmehr beobachtet er eine nachlassende Konzentration bei den Spielern. "Die Mannschaft findet einfach keinen Rhythmus, weil wir durch Verletzungen immer wieder zu Auswechslungen und Positionswechseln gezwungen werden."

Und die Personalmisere will nicht enden. Seit drei Wochen gesellt sich zu den drei, vier Langzeitverletzten mit Außenverteidiger Luca Schatz ein weiterer Leistungsträger. Die niederschmetternde Diagnose: Kreuzbandriss. "Er fällt die gesamte weitere Saison aus", berichtet Schraml. Mittlerweile ist die Spielerdecke in Dießfurt auf 13, vielleicht 14 kreisliga-taugliche Spieler geschrumpft. "Passieren darf jetzt nichts mehr."

Viele Gespräche geführt

Die sportliche Krise – wie sollte es auch anders sein – nervt. In den vergangenen Tagen haben sportliche Leitung, Trainer und Spieler viel miteinander gesprochen. Der Tenor: Zusammenrücken ist angesagt, ein noch engerer Schulterschluss muss her, um über Kampf und Teamgeist die Wende einzuläuten. "Wir waren in der Vorsaison Achter. Dieses Ziel haben wir nicht aus den Augen verloren", gibt sich Schraml kämpferisch. Dennoch stellt auch er angesichts der heiklen Lage Hochrechnungen an: "Du brauchst am Ende mindestens 25 bis 30 Punkte, um die Klasse direkt zu halten. Die Mannschaft kann das schaffen, da bin ich mir sicher." Allerdings dürfe man bis zur Winterpause auf keinen Fall den Kontakt zu den mitgefährdeten Teams verlieren: "18,19 Punkte sollten es bis dahin schon sein."

Ein anspruchsvolles Ziel, wenn man die Dießfurter Gegner in den kommenden Wochen betrachtet. Am Sonntag, 8. Oktober, gastiert mit dem FC Tremmersdorf ein Team, das Ansprüche auf zumindest Platz zwei anmeldet. Danach wartet das schwere Auswärtsspiel bei der DJK Weiden und zum Rückrundenstart geht es ausgerechnet zum Spitzenreiter TuS Schnaittenbach. Furcht vor Schwergewichten kennt man in Dießfurt allerdings nicht. Schraml macht in Optimismus: "Gegen die vorderen Teams haben wir fast immer besser ausgeschaut."

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