31.05.2019 - 16:29 Uhr
EbermannsdorfSport

Liebeserklärung von Sara Däbritz an ...

Sie hat in ihrer jungen Karriere schon fast alles erreicht. Sara Däbritz ist ein Star im Frauenfußball, und doch bescheiden geblieben. Das beweist die Ebermannsdorferin auch beim "Heim-Länderspiel" in Regensburg.

Immer den Ball, das Objekt der Begierde, im Blick: Die Ebermannsdorferin Sara Däbritz (rechts) beim Länderspiel gegen Chile in Regensburg.
von Josef Maier Kontakt Profil

Sie kennt das quirlige Leben in Freiburg seit ihrer Zeit beim Sportclub. Sie lebt derzeit noch in der selbst ernannten Weltstadt mit Herz, in München. Bald ist Paris, die Welt- und Modemetropole an der Seine, ihr neues Zuhause. Sara Däbritz, die im Sommer vom FC Bayern zu St- Germain wechselt, liebt das Stadtleben. Und doch ist sie immer wieder gerne hier in der Oberpfalz. Da, wo sie geboren wurde, wo sie aufgewachsen ist, wo sie das Fußballspielen gelernt hat. "Es tut immer gut in der Heimat zu sein und dort Kraft zu tanken."

"In meine Stadt"

Seit Freitagabend ist die Fußball-Nationalspielerin in ihrem Heimatort Ebermannsdorf (Kreis Amberg-Sulzbach) bei ihrer Familie, bei ihren Freunden, bevor es am Montagnachmittag von Frankfurt aus nach Frankreich zur Frauenfußball-Weltmeisterschaft geht. Sie werde jede Stunde genießen in der Heimat, sagte die 24-Jährige am Donnerstag nach dem 2:0-Sieg gegen Chile bei der WM-Generalprobe in Regensburg. "Ich werde auch mal gemütlich in meine Stadt gehen." "Meine Stadt" ist nicht Freiburg, München oder Paris - "meine Stadt" ist Amberg.

Gut erholt will sie dann die WM mit ihren Teamkolleginnen in Angriff nehmen. "Ich glaube, wir sind super vorbereitet", sagte die Offensivspielerin nach dem Sieg gegen die Südamerikanerinnen. Die mittlerweile 60-fache Nationalspielerin bemängelte aber auch die schlechte Chancenverwertung. "Wir hätten schon noch ein paar Törchen mehr machen können." Aber das werde bei der Weltmeisterschaft in Frankreich besser, versprach sie.

Olympiasiegerin war Däbritz schon, Europameisterin auch, nur der WM-Titel fehlt noch in der steilen Karriere der Ebermannsdorferin. Aber da lässt sie sich nicht locken: "Wir müssen schrittweise denken", sagt sie. Das Wichtigste sei zunächst einmal, Gruppenerster zu werden. Als Minimalziel sieht sie die Olympia-Quali. Dazu müsste die DFB-Elf zu den besten drei europäischen Nationen in Frankreich zählen. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg setzt bei der WM, die für die Deutschen am 8. Juni mit dem Spiel gegen China beginnt, voll auf Däbritz: "Sie hat einen starken linken Fuß, bringt die Physis ins Spiel." Auch in Regensburg war Däbritz bis zu ihrer Auswechslung nach einer Stunde ein Aktivposten. Nach einer herrlichen Einzelaktion hätte sie kurz vor der Pause auch fast getroffen.

Von Däbritz wusste die Bundestrainerin auch, welch' tolle Atmosphäre das Nationalteam in Regensburg erwarten werde. Voss-Tecklenburg wurde nicht enttäuscht: "Es war eine wunderbare Stimmung hier." Nachdem das DFB-Team zuletzt manchmal vor nur 3000 bis 4000 Zuschauern spielte, waren in Regensburg mehr als 10 000 Fans gekommen, die bei tollem Wetter richtig Ramba-Zamba machten. "Die Stimmung hier macht richtig Vorfreude auf die WM", war auch Torjägerin Alexandra Popp begeistert.

Neudorf auf dem Spielfeld

Auch viele Fußballerinnen und Fans aus der mittleren und nördlichen Oberpfalz feierten eine Vor-WM-Party in Regensburg und feuerten an. Die Spielerinnen des TSV Neudorf, die am Vormittag noch das Bezirkspokalfinale gegen den 1. FC Schwarzenfeld gewonnen hatten, waren sogar in die Eröffnungszeremonie auf dem Spielfeld miteingebunden. Gruppen aus Theuern, Auerbach oder Pfreimd waren auch da. "Das hat richtig Spaß gemacht", lobte die Oberpfälzerin Däbritz die Oberpfälzer. Die deutschen Fußballfrauen werden nicht das letzte Mal in der Region gewesen sein.

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