31.10.2026 - 17:30 Uhr

Wie einst Völler: Füllkrug trifft bei Werder weiter

Niclas Füllkrug trifft und trifft und trifft. Auch gegen Hoffenheim ist der Bremer Torjäger erfolgreich - und folgt damit einem großen Werderaner.

Dank Toptorjäger Niclas Füllkrug mischt Werder Bremen in der Fußball-Bundesliga völlig überraschend weiter in der Spitzengruppe mit. Beim 2:0 (0:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim traf der Stürmer in der 57. Minute für die Grün-Weißen und trat damit in die Fußstapfen von Werder-Legende Rudi Völler.

Der heutige DFB-Sportdirektor war in der Saison 1982/83 der letzte Bremer, der in sieben Spielen nacheinander traf. Für Füllkrug war es bereits der neunte Saisontreffer. So viele Tore hatte nach acht Spieltagen noch nie ein Bremer geschossen - nicht einmal Völler. Neben Füllkrug traf gegen Hoffenheim auch noch Erin Dinkci (82.) vor 39.807 Zuschauern im Weserstadion zum 2:0-Endstand für die Norddeutschen.

Wenige Tage vor der Kadernominierung von Bundestrainer Jürgen Klopp für die Nations-League-Spiele machte Füllkrug damit auch im Hinblick auf die Nationalmannschaft weiter Werbung für sich. Trotz Füllkrugs Galaform hatte sich Klopp mit Verweis auf das Alter des 33-Jährigen zuletzt zurückhaltend zum Bremer Publikumsliebling geäußert. 

Weiser muss früh runter

Nach sechs Liga-Spielen in Serie ohne Niederlage begann Werder auch gegen Hoffenheim schwungvoll. Bremens Trainer Daniel Thioune hatte Füllkrug anders als bei der unglücklichen Pokal-Niederlage in Dortmund wie angekündigt wieder in die Anfangself berufen. Auch Mitchell Weiser stand wieder von Beginn an auf dem Platz.

Allerdings war die Partie für den Mittelfeldspieler bereits nach etwas mehr als einer Viertelstunde wieder vorbei. Weiser, der wegen eines Kreuzbandrisses die komplette vergangene Saison verpasst und erst vor einigen Wochen sein Comeback gefeiert hatte, musste wegen Problemen am Oberschenkel runter.

Die Gastgeber verloren danach etwas den Schwung. Lediglich Füllkrug (25.) wurde mit einem Schuss einmal gefährlich, ansonsten erlebte Oliver Baumann in seinem 400. Bundesliga-Spiel für die Kraichgauer lange Zeit einen ruhigen Nachmittag.

Hoffenheim mit Chancen

Von hinten sah der Hoffenheimer Routinier, wie sein Team besser in die Partie fand. Nach dem bitteren Pokal-Aus im Elfmeterschießen beim Zweitligisten Holstein Kiel hatte Trainer Christian Ilzer seine Mannschaft auf sechs Positionen verändert. Und kurz vor der Pause wären die Gäste fast in Führung gegangen. Doch nach einem Kopfball von Adam Hlozek klärte Werder-Verteidiger Amos Pieper kurz vor der Torlinie.

Auch nach dem Seitenwechsel lieferten sich beide Mannschaften weiter eine intensive Partie. Vor allem Füllkrug und Hoffenheims Verteidiger Koki Machida waren immer wieder in packende Zweikämpfe verwickelt.

Nachdem Bremens Stürmer in der 53. Minute einen Schuss noch knapp neben das Gästetor gesetzt hatte, war er wenig später erfolgreich. Mit aller Wucht setzte sich Füllkrug im Zweikampf durch und hämmerte den Ball unter die Latte des Hoffenheimer Tores. Zwar steckten die Gäste nicht auf, Dinkci machte mit einem schönen Schlenzer aber alles klar.

© dpa-infocom, dpa:261031-930-923833/1

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