28.09.2018 - 15:20 Uhr
Sport

Elf Fragen an ...Florian Zippe (SV Sorghof II)

Auf dem Weg zum Auswärtsspiel klingt es bei ihm im Auto regelmäßig schräg, an ein Spiel vor über 1000 Zuschauern denkt er nur ungern zurück und sein Ritual in der Kabine wusste bisher niemand.

Im Handball macht Florian Zippe gerade den Schiedsrichter-Schein – im Fußball hilft er schon mal als Linienrichter aus.
von Wolfgang LorenzProfil

Seit 30 Jahren tummelt sich Florian Zippe auf dem grünen Rasen: mit fünf Jahren schnürte er zum ersten Mal die "Schleich" für den SV Sorghof. Im Jugendbereich wechselte er frühzeitig zum 1. FC Schlicht, da es bei den "Indianern" keine Jugendabteilung gab. "Somit ist der FC Schlicht auch mein zweiter Heimatverein geworden", betont Zippe. Aus der Jugend entwachsen wechselte er wieder zum SV Sorghof. Ein weiteres, etwas längeres, Intermezzo beim FC Schlicht schloss sich an. Nach einem kurzen Abstecher zum SV Etzelwang führte der Weg von Florian Zippe wieder nach Sorghof. Letzte Saison fungierte er als Spielertrainer beim SV Sorghof II, nun teilt er sich diese Aufgabe bei der SG Sorghof II/Schlicht II mit Edmund Liebenow. Neben Fußball spielt Zippe auch Handball – war jahrelang Torhüter bei der zweiten Mannschaft des HC Sulzbach.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Florian Zippe: ...gottseidank nicht mehr so wichtig wie früher. Trotzdem bin ich auf oder neben dem Platz immer noch extrem ehrgeizig.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Florian Zippe: (lacht) Ich bewege mich gerne - und beim Fußball gibt es mehr Läufer.

ONETZ: 3. Gelbe Fußballschuhe sind für mich …

Florian Zippe: Greislich! Ich bin froh, dass es in den letzten Jahren wieder verstärkt schwarze Schuhe gibt, mit denen ich seit längerem unterwegs bin.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Florian Zippe: Als wir mit dem FC Schlicht vor über 1000 Zuschauern in Hahnbach das Relegationsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga mit 0:5 verloren haben. Wenn ich daran denke, dreht es mir immer noch ein bisschen den Magen um.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Florian Zippe: (lächelt) Das weiß eigentlich niemand: Ich ziehe erst den rechten Schuh an und binde aber zuerst den linken.

ONETZ: 6. Ihre Rückennummer ist die 11. Warum ?

Florian Zippe: Weil ich in meiner guten Zeit Stürmer war und die Nummern sind meistens geblieben.

ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein FV Vilseck mir bieten, damit ich wechseln würde…

Florian Zippe: (lacht ) Ein zechfreier Abend im Zollhaus wird da wohl nicht reichen...

ONETZ: 8. Warum sind Sie kein Schiedsrichter?

Florian Zippe: Ich mache gerade den Schiri-Schein im Handball, im Fußball wäre ich wohl unterfordert. (lacht) Aber jetzt im Ernst: Respekt, was die Schiris in den unteren Klassen leisten - vor allem auch, wie sie es durchhalten, mehrmals pro Woche durch die Dörfer zu tingeln und in den seltensten Fällen Lob zu kassieren.

ONETZ: 9. Die Anstoßzeit in den A-Klassen ist gelegentlich zur Mittagszeit. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt's nichts vorher?

Florian Zippe: Wir frühstücken eher ausgiebig, deshalb ist das für mich kein Thema

ONETZ: 10. Was ist das Gesprächsthema im Auto bei einem Auswärtsspiel?

Florian Zippe: Meistens bin ich da alleine unterwegs, dann singe ich falsch zur laufenden Musik.

ONETZ: 11. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Florian Zippe: Der letzte Spieltag in der Kreisliga in der Saison 2003/2004. In einem echten Endspiel spielten wir als SV Sorghof gegen den SV Raigering um die Meisterschaft in der Kreisliga. Der Sieger war Meister, wir gewannen mit 3:1 und ich habe zwei Tore geschossen. Das war damals eigentlich die schönste Fußballzeit.

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