25.10.2019 - 15:58 Uhr
Sport

Elf Fragen an Sebastian Brand (TSV Kastl)

Nur magere vier Pünktchen nach Abschluss der Vorrunde auf dem Habenkonto, es gibt erfreulichere Momente, als sich in so einer Situation den "Elf Fragen" zu stellen. Für Sebastian Brand, Kapitän des TSV Kastl, war dies kein Problem.

Sebastian Brand.
von Franz SperlProfil

Im Laufe seiner inzwischen 24 Jahre, die er mittlerweile beim TSV Kastl und nur da aktiv ist, hatte Sebastian Brand (28) schon alle Positionen inne. Eigentlich als Stürmer ausgebildet, wurde Brand infolge nachlassender Torgefährlichkeit zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult.Er arbeitet bei der Firma Samhammer als Projektmanager und geht gerne ins Kino.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Sebastian Brand: ... Ausgleich für meine tägliche Büroarbeit, die schönste Sportart der Welt und eine gute Gelegenheit, meine Freunde aus Kastl zu treffen, da ich in Eschenbach wohne.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Sebastian Brand: Der Hauptgrund dafür liegt wohl in der Familie. Meine drei älteren Brüder sind beziehungsweise waren allesamt Fußballer. Ich kam durch meinen Vater dazu. Als ich mit ungefähr vier Jahren wieder mal vor dem Fernseher herumlag, packte er mich und brachte mich kurzerhand ins Hallentraining der F-Jugend.

ONETZ: 3. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Sebastian Brand: Da gibt es sogar zwei. Zum einen habe ich einen festen Platz in der Kabine, zumindest bei Heimspielen. Dann lege ich mir noch mein Equipment vor dem Aufwärmen immer säuberlichst zurecht.

ONETZ: 4.Ihre Rückennummer ist die Sechs. Warum?

Sebastian Brand: Früher trug ich gerne die Nummer Fünf, aber irgendwann dachte ich mir, dass eigentlich die Sechs für meine Position besser passen würde. Dann ergab sich, dass bei einer Saisonabschlussfeier zur Aufbesserung der Mannschaftskasse Trikotnummern ersteigert werden konnten. Da schlug ich zu und für ganze 20 Euro sicherte ich mir die Nummer Sechs.

ONETZ: 5. Nach Umstellung von Sommer- auf Winterzeit ist der Anstoß bereits um 14 Uhr. Ist da der Schweinebraten schon verdaut oder gibt´s nichts vorher?

Sebastian Brand: Da liegt schon hin und wieder manches schwer im Magen, aber ich komme sowieso mehr über mein Stellungsspiel. Das Laufen zählte noch nie zu meinen Stärken.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Sebastian Brand: Diese Frage ist ganz leicht zu beantworten. Das war eindeutig das Relegationsspiel in Erbendorf gegen die SG Etzenricht II/Luhe-Wildenau II im Jahre 2018 und der damit verbundene Aufstieg in die Kreisklasse. Es gab danach einen Autokorso nach Kastl und eine gigantische Feier im Sportheim mit Bengalos etc. So etwas hatte ich noch nie erlebt.

ONETZ: 7. Haben Sie einen Spitznamen? Warum gerade diesen?

Sebastian Brand: Als ich in der B-Jugend im Feld spielte, war ich zusätzlich auch noch Torwart in der A-Jugend. Natürlich schauten wir jeden Sonntag auch noch die Spiele der 1. Mannschaft an. Ich machte mich dabei gerne über die Torhüter lustig, die nicht immer fehlerfrei gehalten haben. Da gab es von mir dann so Sprüche wie "das sind doch alles Zaubertricks" oder "für Magic wäre dieser Ball kein Problem". Das Blöde daran war nur, dass mir beim nächsten Spiel selbst ein schwerer Patzer unterlief. Damit war mein Spitzname "Magic" geboren.

ONETZ: 8. Welchen Zuruf von Zuschauern können Sie überhaupt nicht leiden?

Sebastian Brand: Ich verstehe ja, wenn jemand etwas durch die Vereinsbrille sieht. Aber wenn dann Sprüche kommen, die fernab jeglicher Realität sind, dann endet mein Verständnis.

ONETZ: 9. Was trauen Sie Ihrem Verein heuer in der Kreisklasse zu?

Sebastian Brand: Dass wir die Klasse halten können. Wir hatten heuer von Anfang an mit vielen Verletzungen zu kämpfen und dadurch auch eine schlechte Vorbereitung absolviert. Aber wir sind unangenehmer zu bespielen als es die bisherigen Ergebnisse vermuten lassen. Ich bin mir sicher, dass wir unser Leistungspotenzial noch abrufen werden.

ONETZ: 10. Am nächsten Spieltag geht es für Ihre Mannschaft gegen den SVSW Kemnath. Wie schätzen Sie Ihren Gegner ein?

Sebastian Brand: Zunächst einmal ist es ein Derby. Da wir das Hinspiel mit 2:1 gewonnen haben, haben die Kemnather mit uns noch eine Rechnung offen. Aufgrund der Tabellensituation ist dieses Spiel enorm wichtig, mit einem Sieg hätten wir den Anschluss an Kemnath geschafft. Ich erwarte einen mehr als heißen Kampf.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen an Ihrem Verein?

Sebastian Brand: Beim TSV Kastl ist die Bezahlung von Fußballern ein Tabuthema. Bei uns spielen die Leute wegen der Sache und der Freude am Fußball. Auch stimmt der Zusammenhalt bei uns.

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