Als Mutter einer kleinen Tochter hat Klippenspringerin Iris Schmidbauer bei den Europameisterschaften nicht nur sportliche Pflichten. „Windeln kaufen müssen wir noch“, sagt die 31-Jährige nach ihren ersten Wettkampfsprüngen im High Diving und lächelt.
Aus 20 Metern Höhe springt Schmidbauer in Paris in die Seine. Ihre Tochter Leilani ist währenddessen bei einer Babysitterin am Ufer. „Die muss ich gleich holen“, sagt die Bayerin.
Schmidbauer wurde 2022 in Rom Europameisterin. In Paris liegt sie nach den ersten zwei von vier Durchgängen auf Rang vier. „Damit ist noch alles offen für morgen“, sagt sie.
Schmidbauer: „Blaue Flecken an den Füßen“
Die Athletinnen und Athleten springen bei der EM von einem auf eine Brücke gebauten Turm direkt in den Fluss - nicht, wie sonst häufig, in einen vorher aufgebauten Pool. Die Sprünge können auch mal wehtun. „Am ersten Trainingstag hatte ich mir ein paar blaue Flecken an den Füßen geholt, weil da mal ein Ast, ein Blatt oder ein Stückchen Plastik oder so vorbeischwimmt, wo man dann mal drauf landet, was dann nicht so angenehm ist“, beschreibt Schmidbauer.
Zudem fahren auch mal Züge über die Brücke. Das lenkt ab. „Ich habe extra geguckt vor meinem Sprung, ob da jetzt ein Zug steht. Sonst hätte ich noch gewartet“, erklärt Schmidbauer. Die Bedingungen sind für sie aber okay. Für Schmidbauer ist klar: „Wenn man den Luxus hat, vor dem Eiffelturm zu springen, dann nimmt man das in Kauf.“
© dpa-infocom, dpa:260807-930-498821/1













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