Eine Entfernung von 26 Metern, eine Geschwindigkeit von 126 Stundenkilometern: Allein die Zahlen zu Wilson Isidors Traumtor gegen Marokko sind beeindruckend. Doch der erste selbst erzielte Treffer von Haiti bei dieser Weltmeisterschaft bedeutet so viel mehr.
„Wir haben die Menschen in Haiti stolz gemacht. Wir können jetzt darauf aufbauen und kommen in vier Jahren stärker wieder“, sagte der Stürmer. Beim 2:4 war ihm das zwischenzeitliche 2:1 gelungen, Haitis erste Führung war als Eigentor gewertet worden. 1974 war Emmanuel Sanon mit seinen beiden Toren zum Nationalhelden geworden.
Ziel für 2030: Der erste Punkt
Einen Zeitzeugen hat Isidor noch in der Familie. „Ich weiß, dass mein Großvater die Tore damals gesehen hat“, sagte der 25-Jährige. „Er war sehr stolz darauf und er hat mir gesagt, dass ich der nächste Torschütze werde. Ich denke, er ist nun sehr stolz auf mich.“
Ein Ziel für die nächste WM haben die Spieler bereits. „Wir kommen wieder, um unseren ersten Punkt zu holen“, sagte Isidor. Bei dieser WM habe man gezeigt, dass man Schottland in Probleme bringen und gegen Marokko, die fünftbeste Mannschaft der Welt, lange ein Unentschieden halten konnte.
Trainer Sébastian Migné betonte: „Wir haben hier gezeigt, dass wir uns zu Recht qualifiziert haben.“ Ob der Franzose die Mannschaft weiter betreut, war zunächst unklar. „Ich habe noch einen Vertrag mit dem Verband“, sagte Migné. „Ich bin professionell, das Spiel ist gerade erst zu Ende. Man sollte das in Ruhe analysieren.“
© dpa-infocom, dpa:260625-930-278546/1














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