30.09.2018 - 17:18 Uhr
EtzenrichtSport

Donaustauf mit Dusel: Etzenricht erreicht ein 0:0

Balsam auf die geschundene Seele des SV Etzenricht. Der souveräne Landesliga-Spitzenreiter SV Donaustauf musste sich am Samstag mit einem kaum für möglich gehaltenen, torlosen Unentschieden zufriedengeben. Sogar ein Sieg wäre für die Gastgeber möglich gewesen.

Der SV Etzenricht hielt mit einer starken kämpferischen Leistung dem souveränen Tabellenführer SV Donaustauf über 90 Minuten Paroli. In dieser Szene versucht Verteidiger Andreas Koppmann (links) den Ball nach vorne zu spielen.
von Norbert DietlProfil

Etzenricht. (otr) Hochmut kommt vor dem Fall - anders lässt sich die schwache Vorstellung des Tabellenführers Donaustauf in Etzenricht nicht erklären. Das spielerische Potenzial des Gegners bekämpfen und dann versuchen, nach vorne Nadelstiche zu setzen - das taktische Konzept von Trainer Rüdiger Fuhrmann setzten die Spieler des SVE mustergültig um und trotzten dem vermeintlich übermächtigen Gegner ein verdientes Unentschieden ab. Hielt vor Wochenfrist das Schlusslicht Hutthurm gegen Donaustauf bis zur 70. Minute dagegen, um dann in der Endphase gegen die Legionärstruppe noch vier Tore einzufangen, so wurde das Gesicht von SVD-Trainer Sepp Schuderer am Samstag mit zunehmender Spieldauer immer länger. Um 17.49 Uhr rauschte er dann stinksauer mit dem Wissen in die Kabine, dass man sich nicht hätte beschweren dürfen, wenn der SV Etzenricht als Sieger den Platz verlassen hätte.

SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann machte nach dem Schlusspfiff seiner Truppe ein Riesenkompliment: "Wir haben auf Augenhöhe gegen einen Gegner mit einer Torbilanz von 36:6 gespielt. Hätte man mir vor dem Spiel das Remis angeboten, ich hätte es sofort genommen. Vom gesamten Spielverlauf und den Torchancen her, wäre ein Sieg meiner Mannschaft sogar verdient gewesen."

Schon drei Minuten nach Anpfiff schrillten im Gästestrafraum erstmals die Alarmglocken. Nach zwölf Minuten ein erstes Ausrufezeichen der Gäste, als Stefan Alschinger am langen Pfosten bedient wurde, SVE-Keeper Michael Heisig den Kopfball aber parierte. Mitte der ersten Hälfte gab es zwei klare Möglichkeiten für die Heimelf. Martin Pasieka wurde von der Mittellinie aus steil geschickt, legte sich den Ball aber um Zentimeter zu weit vor, so dass Gästeschlussmann Daniel Hanke klären konnte. Unmittelbar darauf der größte Aufreger aus heimischer Sicht. Im Aufbau luchste Felix Diermeier Krystian Kowalczyk im Strafraum das Spielgerät ab, wurde vom Schiedsrichter aber wegen eines angeblichen Foulspiels freistehend zurückgepfiffen. Torlos ging es in die Pause, vom 36-Tore-Angriff des Tabellenführers war bis dahin nicht viel zu sehen.

Nach dem Seitenwechsel rieben sich die Etzenrichter Zuschauer verwundert die Augen, denn die vom Trainer geforderten "Nadelstiche" wurden immer mehr, wobei die in dieser Saison erst sechsmal überwundene Gästedefensive teilweise sogar vogelwild agierte. Der agile Timo Nürnberger und zweimal Christian Ermer hatten die Führung für die Hausherren auf dem Fuß. Und dann schien das Schicksal wieder seinen Lauf zu nehmen. Bei einem aus dem Halbfeld heraus in den Etzenrichter Strafraum gezogenen Freistoß sprang der Ball im Fünfmeterraum unmittelbar vor der Torauslinie Konstantin Graßl an die Hand - Elfmeter. SVE-Keeper Michael Heisig beruhigte nicht nur seine aufgebrachten Teamkameraden, sondern wehrte den Elfmeter so lässig, wie dieser vom insgesamt enttäuschenden Donaustaufer Torjäger Nikola Vasilic geschossen wurde, ab.

Für Gästetrainer Schuderer war es das Zeichen, tätig zu werden. Unmittelbar nach dem verschossenen Handelfmeter holte er die beiden Brasilianer Teodozo De Lima und Machado de Olivera und auch noch den Portugiesen Abulai Dabo vom Feld. Er brachte mit Andreas Vilsmeier, Alexander Bucher und Aldrin Emini drei frische Kräfte, den Umschwung brachte aber auch dieses Trio nicht.

Info:

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier, Graßl, Koppmann, Pasieka, Christian Ermer (90. Weihermüller), Zivatovic, Wells, Nürnberger, Sebastian Ermer (78. Pötzl), Jurek (78. Chousein)

SV Donaustauf: Hanke, Kowalczyk, Doblinger, Gögl, Dabo (62. Vilsmaier), Hein, Teodozo De Lima (62. Bucher), Alschinger, Vasilic, Machado De Oliveira (62. Emini), Sautner

SR: Joshua Roloff (TB Johannis Nürnberg) – Zuschauer: 280 – Besonderes Vorkommnis: (65.) SVE-Torwart Michael Heisig hält Handelfmeter vin Nikola Vasilic

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