Etzenricht
02.11.2018 - 13:18 Uhr

Duell der Gegensätze beim SV Etzenricht

In der Landesliga Mitte wehrt sich der SV Etzenricht vehement gegen die drohende Relegation. Die Truppe von Coach Rüdiger Fuhrmann hinkt den eigenen Ansprüchen derzeit aber hinterher. Davon kann auch der kommende Gegner ein Lied singen.

Martin Pasieka (vorne, Szene aus der Partie gegen Hauzenberg) und der SV Etzenricht sind in der laufenden Spielzeit schon mehrfach aus dem Gleichgewicht geraten. Doch die dezimierte Elf wird sich auch gegen den Favoriten 1. FC Passau nach Kräften zur Wehr setzen. Bild: otr
Martin Pasieka (vorne, Szene aus der Partie gegen Hauzenberg) und der SV Etzenricht sind in der laufenden Spielzeit schon mehrfach aus dem Gleichgewicht geraten. Doch die dezimierte Elf wird sich auch gegen den Favoriten 1. FC Passau nach Kräften zur Wehr setzen.

Zum ersten Heimspiel in der Rückrunde erwartet Landesligist SV Etzenricht am Samstag um 14 Uhr auf dem Siegfried-Merkel-Platz den Aufsteiger 1. FC Passau. Dass die Gastgeber ausgerechnet gegen den Tabellenfünften aus Niederbayern die Wende einläuten, erscheint eher unwahrscheinlich. Angesichts der derzeitigen Gesamtsituation kann Etzenricht aber nur noch positiv überraschen. Mit Etzenricht und Passau treffen zwei Mannschaften aufeinander, die zwar gänzlich unterschiedliche Saisonziele haben, beide aktuell aber weit von den Wunschvorstellungen entfernt liegen. Dem gastgebenden SVE fehlen derzeit elf Punkte zum angestrebten direkten Klassenerhalt, Passau müsste ebenfalls elf Zähler zum Relegationsplatz zwei und sogar 13 Punkte auf die Spitzenposition gutmachen. Mal sehen, welche Mannschaft im Mai Vollzug melden kann.

Passau war als Aufsteiger überragend in die Saison gestartet und schien bis zum zehnten Spieltag um den Titel mitspielen zu können. In den folgenden acht Partien wurden dem Geheimfavoriten aus der Drei-Flüsse-Stadt mit nur zwei Siegen und drei Unentschieden die Flügel etwas zurechtgestutzt. Die Passauer waren am letzten Wochenende mit einem 7:0-Derbysieg über das Schlusslicht Hutthurm (Trainer Alexander Schraml: „Halt ein Pflichtsieg“) in die Rückrunde gestartet. Ein weiteres Erfolgserlebnis beim Vorletzten in Etzenricht, dessen Rückrundenstart beim VfB Bach gleich zweimal den Witterungsbedingungen zum Opfer fiel, ist fest eingeplant. Mit einem Auge schielt der FC noch immer in Richtung Aufstiegsplätze. Mit 46 Toren verfügen die Niederbayern über den stärksten Angriff der Liga, scheinen aber in der Abwehr verwundbar zu sein.

Dass Etzenricht aber auch der Passauer Offensive um Michael Pillmeier und Fabian Wiesmeier das Leben schwer machen kann, hat der SV im Hinspiel bewiesen. Passau gewann denkbar knapp mit 1:0. SV-Trainer Rüdiger Fuhrmann hat registriert, dass Passau auf gegnerischen Plätzen nur elf von 24 möglichen Punkten eingefahren hat. Gleichwohl wissen Fuhrmann und Teammanager Markus Hofbauer, dass auf ihre Truppe wieder eine Mammutaufgabe zukommt. „Uns gehen langsam die Defensivkräfte aus“, klagen beide unisono. Aus dem ohnehin nicht gerade üppig besetzten Kader hat sich der im Sommer gekommene Tscheche Tomas Zajicek schon wieder verabschiedet. Andreas Koppmann fällt wegen einer Schulterverletzung länger aus, dazu ist Chousein Chousein ebenso verletzt wie Mario Zivatovic. Ob Christian Ermer nach überstandener Grippe wieder auflaufen kann, bleibt abzuwarten. Konstantin Graßl, der wegen seines Studiums nicht mehr mithelfen kann, die prekäre sportliche Situation zu verbessern, wird gegen Passau vorerst zum letzten Mal auflaufen. Michael Wells kehrt ins Team zurück.

Auch wenn der Passaus Coach Alexander Schraml vor einem Gegner warnt, der mehrfach unter Wert geschlagen wurde („Wer in Cham nur unglücklich verliert und daheim gegen Donaustauf einen Punkt holt, hat Qualität“), die Favoritenrolle liegt eindeutig bei den Gästen. Zumal diese nach dem 7:0-Kantersieg über Hutthurm sehr selbstbewusst nach Etzenricht reisen werden.

 
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