08.03.2019 - 22:01 Uhr
EtzenrichtSport

Etzenrichter Remis in allerletzter Minute

Die Fuhrmann-Truppe lag in Kareth lange mit 0:2 hinten. Dann drehte der Mitte-Landesligist auf und belohnte sich mit einem späten Treffer doch noch.

Stephan Herrmann war nach seinem Eigentor zunächst der Etzenrichter Unglücksrabe. In der Nachspielzeit schaffte sein SV aber doch noch ein Remis beim TSV Kareth-Lappersdorf.
von Norbert DietlProfil

Der SV Etzenricht hat im Kampf um den Klassenerhalt sein Minimalziel erreicht. In einer auf Freitagabend vorgezogenen Begegnung des 24. Spieltages erkämpften sich die Schützlinge von Trainer Rüdiger Fuhrmann beim TSV Kareth-Lappersdorf nach einem 0:2-Pausenrückstand noch ein hochverdientes 2:2.

Der 4:0-Heimsieg gegen die SpVgg Pfreimd hat dem SV Etzenricht den erhofften Rückenwind für das Spiel gegen den TSV Kareth-Lappersdorf gebracht. Die Hausherren begannen das für beide Teams so bedeutsame Spiel schwungvoll. SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann hatte von der Aufstellung her die defensive Variante gewählt. Für den verletzten Michael Wexlberger spielte Andreas Weihermüller, Andreas Koppmann ersetzte zu Beginn Johannes Pötzl. Gleichwohl hielt Etzenricht dagegen und hatte in der 13. Minute sogar die größte Chance zur Führung. Beim Abschluss von Timo Nürnberger half dem TSV der Pfosten.

Praktisch im Gegenzug fiel die Führung für Kareth. Eine scharfe Hereingabe von der Grundlinie durch Julian Kessner lenkte Stephan Herrmann bei seinem Abwehrversuch ins eigene Tor. Unbeeindruckt vom unglücklichen Rückstand setzten die Gäste immer wieder Nadelstiche und brachten die heimische Hintermannschaft mehrfach in Verlegenheit. Das Runde wollte aber einfach nicht ins Karether Eckige. Nach knapp einer halben Stunde schlug es dafür erneut auf der anderen Seite ein. Bice verwertete einen langen Ball aus der eigenen Hälfte zum 2:0. Fünf Minuten später brachte die heimische Abwehr Martin Pasieka nicht unter Kontrolle. Sein Schuss strich aber am langen Pfosten vorbei. Aufgeben, das war in dieser Phase erkennbar, war für die Gäste trotz des Zwei-Tore-Rückstands keine Option. In einem kampfbetonten Kellerduell lagen die glücklicheren Hausherren 2:0 vorne.

Unmittelbar nach Wiederbeginn hätten die Hausherren den Sack zumachen müssen. Marco Fehr versagten völlig frei vor SV-Schlussmann Michael Heisig die Nerven. Er hob den Ball vollkommen unbedrängt über die Latte. Aber auch der SVE ließ klare Chancen liegen. Der eingewechselte Pötzl donnerte das Spielgerät an die Unterkante der Latte, den zurückspringenden Ball köpfte Chousein Chousein Torhüter Sebastian Peter in die Arme.

In der 59. Minute keimte bei den Gästen wieder Hoffnung auf. Chousein Chousein brachte Etzenricht mit seinem Anschlusstreffer wieder ins Match zurück. Einen Traumpass von Herrmann in die Schnittstelle auf Pasieka legte dieser quer zum mitgelaufenen Chousein, und der lochte zum 1:2 ein. Etzenricht setzte nun alles auf eine Karte und wollte unbedingt den Ausgleich. Der wollte aber trotz eines augenscheinlichen Vorteils im konditionellen Bereich einfach nicht fallen.

Als für alle der knappe Karether Heimsieg schon unter Dach und Fach zu sein schien, wurden die Gäste für ihr nie nachlassenden Engagement belohnt. Eine in der Nachspielzeit kurz ausgeführte Ecke flankte der eingewechselte Lukas Neumeier auf den langen Pfosten. Martin Pasieka schraubte sich nach oben und versenkte per Kopfball das Leder zum 2:2 im Karether Gehäuse. SVE-Teammanager Markus Hofbauer: „Wir haben gegen Kareth glücklich, aber völlig verdient unser Minimalziel erreicht. Die Mannschaft hat vorbildlich gekämpft und weiß, dass der direkte Klassenerhalt kein utopisches Ziel ist.“

Statistik:

TSV Kareth-Lappersdorf - SV Etzenricht 2:2 (2:0)

TSV Kareth-Lappersdorf: Peter, Witzmann, Nittke, Christian Ludwig, Siegfried Ludwig (74. Kirner), Scheuerer, Massinger, Fehr, Kessner, Kammermeier, Bice (88. Akanga)

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier, Mark (46. Pötzl), Weihermüller (81. Christian Ermer), Koppmann (87. Neumeier), Pasieka, Herrmann, Cousein, Nürnberger, Ferstl, Jurek

Tore: 1:0 (15./Eigentor) Stephan Herrmann, 2:0 (33.) Aaron Bice, 2:1 (59.) Chousein Chousein, 2:2 (90.+3) Martin Pasieka

SR: Thomas Berg (TSV Landshut-Auloh)

Zuschauer: 160

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