28.09.2018 - 13:45 Uhr
EtzenrichtSport

SV Donaustauf zu übermächtig?

Es muss schon alles hundertprozentig passen, damit der SV Etzenricht die ihm an diesem Wochenende gestellte Aufgabe erfolgreich erledigen kann. Zu Gast auf dem Siegfried-Merkel-Sportplatz ist am Samstag, 29. September, um 16 Uhr nämlich der souveräne Landesliga-Tabellenführer SV Donaustauf.

Der SV Etzenricht würde zu gerne seinen Negativlauf durchbrechen. Ob dies allerdings ausgerechnet l gegen Spitzenreiter SV Donaustauf gelingt? Dazu müsste nicht nur die Etzenrichter Defensive besser stehen als im letzten Heimspiel beim 4:6 gegen den 1. FC Bad Kötzting, sondern auch die Stürmer (vorne Martin Pasieka) die Trefferquote hochhalten.
von Norbert DietlProfil

Etzenricht. (otr) Der SV Etzenricht ist derzeit nicht zu beneiden, denn Woche für Woche bekommt er einen schweren Brocken nach dem anderen vorgesetzt. Bad Kötzting (7.), Fortuna Regensburg (4.), jetzt Donaustauf (1.), am kommenden Mittwoch der ASV Cham (2.) und dann folgt Sturm Hauzenberg (6.) - alles Gegner aus dem oberen Tabellendrittel. Die Hauptaufgabe von Trainer Rüdiger Fuhrmann wird sein, seine Mannen bis zum 13. Oktober bei Laune zu halten, denn dann kommt mit dem SV Hutthurm der Tabellenletzte nach Etzenricht.

Gegner abgezockter

Das Schlimmste an den bereits absolvierten Begegnungen war, dass die deutlich höher eingeschätzten Gegner gar nicht viel besser waren, sondern lediglich abgezockter. Der SVE lieferte regelmäßig über weite Strecken eine Leistung auf Augenhöhe ab, um am Ende doch als Verlierer vom Platz zu gehen. Die eine oder andere unglückliche Schiedsrichterentscheidung trug dazu bei, dass sich die Mannschaft letztendlich nicht belohnen konnte. So heißt es also, gegen den bei objektiver Betrachtung übermächtigen SV Donaustauf sämtliche Daumen zu drücken.

Dass auch dem Tabellenführer beizukommen ist, das hat kein Geringerer als der SV Hutthurm gezeigt. Der Tabellenletzte nervte am letzten Wochenende die hochkarätig besetzte Truppe von Sepp Schuderer bis weit in die zweite Halbzeit hinein und hielt bis zur 70. Minute ein 0:0. Dann schlug Torjäger Nikola Vasilic zu. Innerhalb von sieben Minuten lochte der insgesamt schon 16 Mal erfolgreiche Serbe zweimal ein und die Moral der Hutthurmer war gebrochen. Die beiden Brasilianer in Donaustaufer Diensten De Lima und da Silva sorgten in den letzten fünf Spielminuten für den standesgemäßen 4:0-Sieg des Spitzenreiters.

Aber nicht nur auf diese drei Torschützen gilt es aufzupassen, mit dem regionalligaerfahrenen Stefan Alschinger und Kamil Hain hat der SV Donaustauf zwei exzellente "Vorbereiter" in seinen Reihen. Was 2017 mit Weltmeister Klaus Augenthalter als Trainer knapp verpasst wurde, nämlich der Aufstieg in die Bayernliga, das soll in dieser Saison Sepp Schuderer richten.

Mit acht Punkten Vorsprung nach erst zwölf Spielen ist der mit seiner "Multi-Kulti-Truppe" auch auf dem besten Weg dazu. Bester Angriff (36 Tore), beste Abwehr (6 Gegentore), zehn Siege bei einem Unentschieden und einer Niederlage bisher, da kann man sich ausrechnen, was auf den SVE zukommt. Für SV-Trainer Rüdiger Fuhrmann ist die Marschroute klar: "Mit aller Macht das spielerische Potenzial des Gegners bekämpfen und versuchen, nach vorne Nadelstiche zu setzen." Andreas Mark und Michael Wexelberger haben zwar das Training wieder aufgenommen, sind aber noch nicht im Kader. Zu allem Übel fällt Kapitän Stephan Herrmann nach einem Zehenbruch im Training für die nächsten Wochen aus. Das Chousein Chousein nach überstandener Verletzung wieder trainieren konnte und in den Kader zurückkehrt, ist ein Lichtblick.

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