Etzenricht
18.11.2018 - 13:24 Uhr

SV Etzenricht darf weiter hoffen

Mehr als nur ein Lebenszeichen: Mit einem nie erlahmenden Willen zum Sieg setzt sich der SV Etzenricht im letzten Heimspiel vor der Winterpause gegen den SV Neukirchen b. Hl. Blut glücklich, aber keineswegs unverdient mit 2:1 durch.

Kurz vor dem Etzenrichter Siegtreffer: Nach einem Durcheinander im Gästestrafraum kam der Ball zu Timo Nürnberger (im Hintergrund) und der erzielte in der Nachspielzeit das 2:1 für den SVE. Bild: otr
Kurz vor dem Etzenrichter Siegtreffer: Nach einem Durcheinander im Gästestrafraum kam der Ball zu Timo Nürnberger (im Hintergrund) und der erzielte in der Nachspielzeit das 2:1 für den SVE.

Nach 14 Spieltagen haben die Etzenrichter damit erstmals wieder den vorletzten Tabellenplatz verlassen und gehen nun mit einer durchaus realistischen Perspektive auf einen direkten Nichtabstiegsplatz in die noch ausstehenden zwei Spiele bis zur Winterpause.

Nachdem der SV Etzenricht im Hinspiel bis zur 90. Minute mit 2:0 vorne gelegen hatte und dann innerhalb der Nachspielzeit sogar noch den 2:2-Ausgleich hinnehmen musste, drehte er diesmal den Spieß um. Jetzt weiß man auch beim SV Neukirchen, wie es sich anfühlt, wenn man Sekunden vor dem Spielende mit leeren Händen dasteht. Auch wenn am Ende viel Glück dabei war, am verdienten Erfolg der Gastgeber gibt es nichts zu rütteln. Ehe nämlich Dominik Hasek in der 15. Minute nach einem Etzenrichter Abspielfehler im Mittelfeld auf und davon war und SVE-Keeper Michael Heisig zu einer Großtat zwang, hätten die Hausherren schon klar führen können. Johannes Pötzl (2.) Martin Pasieka (4.), abermals Pötzl (5.), Lukas Neumeier (8.) - den Gästen flogen die Bälle nur so um die Ohren; Zählbares wollte dabei aber nicht herausspringen.

Heisig lässt abprallen

Dann aus dem Nichts heraus ein verdeckter Schuss von Adam Vlcek, der an den Pfosten des Etzenrichter Tores krachte (25.). Zwei Minuten später fiel zu allem Überfluss die Gästeführung. Keeper Heisig hatte bei einem 25-Meter-Freistoß offensichtlich mit der tiefstehenden Sonne Probleme und konnte den Ball nicht festhalten. Vor dem zweiten Zupacken war Vlcek zur Stelle und lochte zum 0:1 ein.

Der Rückstand zeigte bei den Hausherren Wirkung, ohne dass die Gäste davon aber profitieren konnten. Bis auf eine gefährliche Situation, nach Pass von Vlcek scheiterte Dominik Hasek an Heisig, gab es vor der Pause und auch in der Anfangsphase der zweiten Halbzeit keine großen Aufreger zu vermelden. Etzenricht fand langsam wieder den Faden und brachte die Gäste, die in erster Linie die knappe Führung über die Zeit retten wollten, von Minute zu Minute mehr in Verlegenheit. Da musste Torhüter Jurasi knapp außerhalb des Strafraums mit dem Knie in letzter Not gegen Martin Pasieka retten (68.). Nur zwei Zeigerumdrehungen später eine erneute Großtat von Jurasi, der aus kürzester Distanz bei einem Schuss des eingewechselten Chousein Chousein rettete.

Abgefälschter Ball

Völlig verdient fiel der Ausgleich in der 75. Minute. Bei einem Durcheinander im Strafraum der Gäste schaltete Johannes Pötzl am schnellsten und hämmerte den Ball in Höhe des Elfmeterpunktes in Richtung des von ihm aus gesehenen linken Torecks. Gästeschlussmann Jurasi war auf dem richtigen Weg und hätte den Ball wohl auch gehalten. Pötzls Schuss prallte aber von einem Neukirchener Abwehrspieler in die ganz andere Torecke und kullerte zum 1:1 in die Maschen. In der Schlussphase ging es nun hin und her. Man schrieb bereits die zweite Minute der Nachspielzeit, als sich nach einer Ecke von Chousein Timo Nürnberger auf Höhe des Elfmeterpunktes ein Herz fasste und flach zum umjubelten 2:1 einlochte.

SV Etzenricht - SV Neukirchen 2:1 (0:1):

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier (46. Mark), Wexlberger, Graßl, Neumeier (64. Chousein), Pasieka, Herrmann (89. Christian Hermer), Pötzl, Zivatovic, Nürnberger, Jurek

SV Neukirchen b.Hl. Blut: Jurasi, Lesek, Denk, Pongratz, Weß (Juricev), Dos Santos, Hasek (60. Karl), Vlcek, Herzog, Sturm, Silva Moraes

Tore: 0:1 (27.) Adam Vlcek, 1:1 (75.) Johannes Pötzl, 2:1 (90.+2) Timo Nürnberger – SR: Roland Achatz (SC Arrach-Haibühl) – Zuschauer: 150

 
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