Mit dem Rückenwind des 3:0-Auswärtssieges beim SV Hutthurm geht der SV Etzenricht am Samstag (16 Uhr) in das Heimspiel gegen den TSV Waldkirchen. Keine leichte Aufgabe, sind die Gäste aus Niederbayern doch seit sieben Spieltagen ohne Niederlage.
Für den Etzenrichter Teammanager Markus Hofbauer ist die Sachlage klar. "Wenn wir unsere Hoffnung auf den direkten Klassenerhalt aufrechterhalten wollen, sind am Samstag drei Punkte Pflicht. Vor dem letzten Hinrundenspiel beträgt der Abstand der Etzenrichter zum rettenden Ufer schon stattliche neun Zähler, da müssen Punkte her, egal wie der Gegner heißt und wie stark der auch eingeschätzt wird.
Gästetrainer Anton Autengruber, der im Vorjahr mit Waldkirchen nicht nur Vizemeister war, sondern von allen Landesligisten zum „Trainer des Jahres“ gewählt wurde, unterschätzt den SVE keineswegs. Dass es bislang nicht zu mehr als den augenblicklichen 8. Tabellenplatz gereicht hat, lag vornehmlich an den erheblichen Personalproblemen, mit denen Autengruber zu kämpfen hatte. In Etzenricht wird er vermutlich auf Matthias Karlsdorfer und Sebastian Krieg sowie auf Dominik Schmöller, Simon Boxleitern, Manuel Karlsdorfer und Benedikt Giller verzichten müssen. Hinter dem Einsatz von Felix Schauberg und Alexander Galle steht ein Fragezeichen.
Waldkirchen ist aber ein Paradebeispiel dafür, dass man auch mit eigenen Nachwuchsleuten und Talenten aus der Umgebung erfolgreich sein kann. Ex-Dritt- oder Regionalligaspieler sucht man im Waldkirchener Aufgebot vergeblich. Mit dem jungen Christoph Neuwirth steht aber ein überdurchschnittlicher Recke im Abwehrzentrum, und vorne weiß Martin Krieg, wo das Tor steht. Man muss kein Prophet sein, um zu wissen, dass da auf den SV Etzenricht eine Mammutaufgabe zukommt, datiert die letzte Waldkirchener Niederlage doch vom 2. September (0:3 gegen Donaustauf).
Zudem nimmt sich die Etzenrichter Bilanz gegen den Gast aus dem südöstlichen Zipfel des Bayerischen Waldes eher bescheiden aus. Die letzten drei Spiele gegen die Niederbayern gingen allesamt verloren. Mit dem 3:0-Sieg in Hutthurm haben sich die Mannen von Trainer Rüdiger Fuhrmann nach einer langen Durststrecke endlich einmal für ihren Einsatz belohnt und sehen wieder ein - wenn auch nur ganz kleines - Licht am Ende des Tunnels. "Reinhauen, was wir reinhauen können", lautet die Devise der Etzenrichter, geht es doch gegen eine Mannschaft, die trotz aller Personalsorgen eindrucksvoll unterstreicht, wie effizient sie ans Werk zu gehen weiß. Nach sieben Auswärtsspielen stehen mit 9:3 Toren sage und schreibe 14 Punkte zu Buche.
Personell ändert sich die Situation beim SV Etzenricht allerdings nicht. Kaum geht eine Tür auf, geht eine andere wieder zu. Nach seiner Verletzung im Spiel gegen Donaustauf kehrt Michael Wells wieder in den Kader zurück. Allerdings muss Fuhrmann kurzfristig auf den erkrankten Chousein Chousein verzichten. Andreas Koppmann wird erst nach der Winterpause wieder eingreifen können. Teammanager Hofbauer sieht die Situation für den Verein pragmatisch. „Wenn wir am Saisonende in der Tabelle über dem Strich stehen wollen, dann müssen aus den noch ausstehenden sechs Spielen bis zur Winterpause mindestens zehn Punkte her.“ Eine klare Vorgabe - an Mannschaft und Trainer.













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