17.07.2018 - 12:08 Uhr
EtzenrichtSport

SV Etzenricht muss zum Aufsteiger aus Passau

Der Selbstbewusster Neuling ist nach dem Auftaktsieg in der Landesliga Mitte Favorit im heimischen "Dreiflüssestadion" gegen den SV Etzenricht.

von Norbert DietlProfil

(otr) Und schon wartet der nächste Aufsteiger auf den SV Etzenricht. Nach dem erfolgreichen Saisondebüt gegen den VfB Bach/Donau reist der SV Etzenricht an diesem Mittwoch zum zweiten Landesligaspieltag ins niederbayerische Passau. Im dortigen „Dreiflüssestadion“ wartet um 18.30 Uhr mit dem 1. FC Passau ein ganz starker und auch selbstbewusster Aufsteiger auf die Oberpfälzer.

„Wir fürchten uns nicht vor Passau, wissen aber, dass dieser Aufsteiger im Vergleich zum VfB Bach/Donau eine ganz andere Hausnummer ist,“ so SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann. Während Bach klar den Klassenerhalt als Saisonziel ausgegeben hat, zeigt man sich in der Dreiflüssestadt deutlich selbstbewusster. Ein Aufsteiger, der sich einen einstelligen Tabellenplatz als Ziel gesetzt hat, da steckt bei genauerer Betrachtung vermutlich sogar mehr dahinter. Mit 15 Punkten Vorsprung Bezirksligameister, ein Torverhältnis von 102:28, im Bezirksfinale gegen Simbach/Inn mit 4:0 den Niederbayernmeistertitel geholt und als Krönung auch noch das Turnier "Meister der Meister" („Erdinger-Meister-Cup“) gewonnen - das weckt in Passau Begehrlichkeiten. Schließlich hat die Mannschaft des neuen Trainers Alexander Schraml auch mehrere regionalligaerprobte Akteure in ihren Reihen. Neben Benedikt Buchberger und Maximilian Huber, die allerdings beide verletzungsbedingt noch fehlen, haben Sebastian List und Michael Pillmeier schon einschlägige Regionalligaerfahrung aufzuweisen. Vor allem der brandgefährliche Torjäger Pillmeier wird dafür sorgen, dass die Etzenrichter Hintermannschaft einen schweißtreibenden Mittwochabend verleben wird.

Im zurückliegenden Meisterschaftsjahr hat der in der Bezirksliga 35 Tore erzielt und 16 Treffer aufgelegt. Im Saisoneröffnungsspiel in benachbarten Hutthurm war Pillmeier beim 6:0-Auftaktsieg auch zweimal erfolgreich. Eindeutig erfolgsorientiert haben die Passauer mit einem neuen Trainer und vier ganz starken Neuzugängen (Torhüter Patrick Negerle und im Mittelfeld Patrick Slodarz aus Hutthurm, sowie Ondrej Bublik vom Bezirksligisten Osterhofen und der US-Amerikaner Grant Conbear) ihr Team zusätzlich nachhaltig verstärkt. Die Begeisterung in Passau kennt derzeit logischerweise keine Grenzen. Beim Auswärtsderby in Hutthurn waren mehr als 800 Zuschauer dabei, der größte Teil wohl aus Passau.

Vom Passauer 6:0-Kantersieg in Hutthurm lässt sich SVE-Trainer Rüdiger Fuhrmann aber nur bedingt beeindrucken. Hutthurm hat seine komplette Landesligamannschaft verloren und stand mit seiner „Kreisklassentruppe“ natürlich auf verlorenem Posten. Dass die Passauer Bäume nicht in den Himmel wachsen, das sah man in den Vorbereitungsspielen, wo man gegen Burghausen und 1860 II klare Niederlagen kassierte. So gesehen sind die Passauer also schwer einzuordnen. Sicher ist nur, dass sie kein Aufsteiger sind, der mit normalen Maßstäben gemessen werden darf. Viel wird laut Fuhrmann auch davon abhängen, wie seine junge und unerfahrene Mannschaft mit der voraussichtlichen Zuschauerkulisse umgehen wird. Mit 800 bis 1000 Zuschauern kann gerechnet werden. Eigentlich die richtige Einstimmung für das am kommenden Samstag anstehende Lokalderby gegen die SpVgg SV Weiden, wo man im „Siegfried-Merkel-Stadion“ mit einer ähnlichen Zuschauerkulisse rechnet. Gegen Passau ändert sich im Vergleich zum letzten Wochenende gegen Bach personell fast nichts. Andreas Mark ist weiterhin verletzungsbedingt zu ersetzen. Konstantin Graßl ist noch bis zum Wochenende in Urlaub und Lukas Neumeier muss berufsbedingt passen. Ein großes Fragezeichen, und das macht Rüdiger Fuhrmann die größten Sorgen, steht hinter dem Einsatz von Andreas Koppmann. Der hat sich gegen Bach an der Leiste verletzt und konnte am Montagstraining nicht teilnehmen. Fuhrmann: „Wenn Koppmann ausfällt, würde uns das schon sehr weh tun.“

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