Im Juli wird der SV Etzenricht nach sechsjährigem Zwischenstopp in der Bezirksliga in seine nunmehr 14. Landesliga-Saison starten. „Unsere Prämisse lautet: Wir wollen fünf andere Vereine bei der Endabrechnung hinter uns lassen", gibt Abteilungsleiter Manfred Herrmann das Saisonziel vor. "Natürlich ist klar, dass eine Etage höher auf uns schwierigere Gegner und Bedingungen erwarten.“
Damit bezieht sich Herrmann auf die etablierten, überwiegend kräftig nachrüstenden Teams, aber auch auf die ehrgeizigen Mitaufsteiger. Dass der Sportverein auf die bewährte Personaldecke statt Neuzugänge baut, ist gewollt und ein Vertrauensbeweis für die Meisterelf. Gleichzeitig ist es aber auch den im Dorfverein vorherrschenden finanziellen Bedingungen geschuldet. Dazu äußert sich Herrmann so. „Wir haben Spieler in unseren Reihen, die über Erfahrungen aus unseren 13 Jahren in der Landesliga verfügen. Und dazu auch ehrgeizige junge Leute, die sich in der neuen und anspruchsvolleren Umgebung beweisen wollen und bei entsprechender Einstellung auch können.“
Spieler mit Erfahrung
Beispiele für Kontinuität und Erfahrung im Kader sind Stephan Herrmann (35/seit 2008 zurück beim SVE), Spielertrainer Andreas Wendl (37) in seinem sechsten Jahr bei den Blau-Schwarzen sowie Vollblutstürmer Martin Pasieka (32), der ein weiteres Jahr dranhängt. Laut einschlägigen Statistiken summieren sich für Pasieka mittlerweile 333 Spiele im SVE-Trikot, in denen er 175 Tore erzielte.
Aber auch mit den Jungspunden wird kalkuliert, Jannik Herrmann lieferte in der Defensive eine tolle Saison, vorne setzte Johannes Janker mit fast 20 Toren ein Zeichen. Der gesamte Kader, der breiter als je zuvor angelegt ist, verdiente sich das Aufrücken in die nächsthöhere Klasse. „Wir halten mit Überzeugung an unseren Spielern fest. Wir sind hier seit Jahren zusammengewachsen, haben regelmäßig einen Schritt nach vorne gemacht und wollen uns jetzt noch eine Stufe höher beweisen“, sagt Spielertrainer Andreas Wendl.
Danzer nur bis August
Zwei Wermutstropfen gibt es: Patrick Pohl (Umzug nach Passau) steht nicht mehr zur Verfügung, Oliver Danzer studiert in den USA und wird voraussichtlich nur bis August mitmachen können. Der Eschenbacher trainiert derzeit mit, als hätte er nie gefehlt. Ludwig Steinhilber (A-Junioren SpVgg SV Weiden) konnte als junger ehrgeizigen Torhüter gewonnen werden. Das ist laut Herrmann der Ist-Stand im Kader, Veränderungen sind noch möglich.
Zweifellos sind die zurückkehrenden Langzeitverletzten ein zusätzliches Kapital. Johannes Janker und Mirko Griesbeck sind wieder ins Training eingestiegen, Nick Sperlich ist mittlerweile auch wieder voll einsatzfähig. Damian Musiol befindet sich im Urlaub, hat aber dann vor, nach einjähriger Verletzungspause baldmöglichst wieder anzugreifen. Sebastian Ermer macht ebenfalls gute Fortschritte und wird mittelfristig wieder spielen können.
Neuer Trikotsponsor
"Wenn Tom Griesbeck noch in den Spielbetrieb zurückkehren könnte, wäre das super. Das steht allerdings noch nicht fest“, erklärt Wendl. Dazu hat der Coach noch den ein oder anderen talentierten Kicker aus der zweiten Mannschaft im Fokus. Neu ist das Outfit der Truppe: Nachdem die Ziegler Group als Trikotsponsor weggebrochen ist, konnte der Etzenrichter Klaus Grünbauer (Edeka Grünbauer) dafür gewonnen werden.
Ein Höhepunkt in der Vorbereitung ist das Turnier beim SC Luhe-Wildenau am ersten Juli-Wochenende. Die Testspiele sehen wie folgt aus: Samstag, 21. Juni, 11 Uhr, FC Vorwärts Röslau (H); Donnerstag, 26. Juni, SV Raigering (H); Samstag, 28. Juni, Erdinger Meistercup in Moosburg; Mittwoch, 2. Juli, 18.30 Uhr, und Samstag, 5. Juli, Turnier beim SC Luhe-Wildenau; Samstag 12. Juli, 17 Uhr, TSV Detag Wernberg (A) mit Vorspiel der Reserven; Samstag 19. Juli, Punkt- oder Pokalspiel.













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