03.03.2019 - 15:43 Uhr
EtzenrichtSport

SV Etzenricht überrollt SpVgg Pfreimd

Die Fuhrmann-Truppe fährt im Abstiegskampf der Landesliga Mitte drei wichtige Punkte ein. Den Grundstein legt Etzenrichts Torschütze vom Dienst mit einem Doppelpack kurz vor sowie kurz nach der Pause.

Eine Minute war nach der Pause gespielt, da lochte Martin Pasieka (links) zum vorentscheidenden 3:0 für den SV Etzenricht ein. Pfreimds Keeper Dominik Aurich ist chancenlos.
von Norbert DietlProfil

Im Kellerduell der Landesliga Mitte hat der SV Etzenricht im ersten Spiel nach der Winterpause ein deutliches Ausrufezeichen von sich gegeben. Das so wichtige Derby im Kampf um den Klassenerhalt gegen die SpVgg Pfreimd entschieden die Etzenrichter am Samstag mit 4:0 deutlich zu ihren Gunsten.

Der große Befreiungsschlag war es noch nicht, aber ein Lebenszeichen. Der Sieg über Pfreimd brachte dem SVE nicht nur drei wichtige Punkte, sondern durch das klare 4:0 jede Menge Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben. Kaum zu glauben, aber in der Rückrunde hat Etzenricht bislang vier seiner sechs Spiele gewonnen und belegt in der Rückrunden-Tabelle, man höre und staune, aktuell den fünften Platz.

Wer in der Begegnung gegen Pfreimd auf einen fußballerischen Leckerbissen hoffte, der hatte sich das falsche Spiel ausgesucht, ging es doch für beide Mannschaften schon fast um Alles oder nichts.

Am Ende bleibt als Fazit, dass mit Etzenricht die klar bessere Mannschaft auch in der Höhe verdient gewann. Die Truppe von Trainer Rüdiger Fuhrmann hatte vor allem in kämpferischer Hinsicht klare Vorteile und entschied die meisten Zweikämpfe für sich. Der Pfreimder Abwehr gelang es nicht, den quirligen und immer wieder steil geschickten Martin Pasieka in den Griff zu bekommen. Und eine SpVgg-Offensive war kaum vorhanden, was nicht zuletzt am Etzenrichter Winterneuzugang Norbert Ferstl lag, der die heimische Abwehr vorbildlich dirigierte, so dass so gut wie keine ernsthaften Tormöglichkeiten der Gäste zu verzeichnen waren. Die entscheidenden Tore genau zum richtigen Zeitpunkt spielten der Heimelf zusätzlich in die Karten.

Die frühe Etzenrichter Führung erzielte Felix Diermeier, der sich gegen zwei Pfreimder Abwehrspieler durchsetzte und den Ball an Gästekeeper Dominik Aurich vorbeispitzelte (10.). Die einzige echte Möglichkeit zum Ausgleich verhinderte in der 43. Minute Michael Heisig, der einen Drehschuss von Max Mischinger aus dem Eck fischte und prompt mit seinem Abschlag das 2:0 einleitete. Pasieka köpfte eine Minute vor dem Pausenpfiff eine von links in den Strafraum geschlagene Flanke unhaltbar ins lange Eck (44.). Ein aus Pfreimder Sicht denkbar ungünstiger Zeitpunkt, wobei sich das Debakel unmittelbar nach der Pause fortsetzte.

Alle guten Vorsätze der Gäste wurden über den Haufen geworfen, als abermals Pasieka mit dem ersten Etzenrichter Angriff nach der Pause auf Zuspiel von Michael Wexlberger, der sich bis zur Grundlinie durchgetankt hatte, das vorentscheidende 3:0 erzielte. Damit war das Duell der beiden Kontrahenten im Kampf um den Klassenerhalt entschieden. Eine nennenswerte Torchance erarbeitete sich Pfreimd nicht mehr. Etzenricht hatte in der Folgezeit noch mehrere gute Möglichkeiten, um das Ergebnis auszubauen, gab sich aber mit dem 4:0 durch Chousein Chousein (53.) zufrieden.

Sichtlich erleichtert resümierte SVE-Trainer Fuhrmann: „Das erste Spiel nach der Winterpause ist immer eine besondere Begegnung, weiß man doch nicht genau, wo man steht. Wir haben aber hinten nichts zugelassen und unsere Torchancen genutzt. Ein absolut verdienter Sieg meiner Mannschaft.“ Als "völlig enttäuschend" bezeichnete der Pfreimder Trainer Tobias Bernklau den Auftritt seines Teams: „Mit so einer Leistung kann man in Etzenricht keine Punkte holen.“

Statistik:

SV Etzenricht - SpVgg Pfreimd 4:0 (2:0)

SV Etzenricht: Heisig, Diermeier, Wexlberger (58. Koppmann), Mark, Pasieka (71. Christian Ermer), Herrmann, Pötzl, Chousein (82. Sebastian Ermer), Nürnberger, Ferstl, Jurek

SpVgg Pfreimd: Aurich, Prey, Schmid, Schön (71. Gottfryd), Sebald (46. Schießl), Luber, Dennis Lobinger, Bastian Lobinger, Mischinger, Zeus, Lösch (58. Brummer)

Tore: 1:0 (10.) Felix Diermeier, 2:0/3:0 (44./46.) Martin Pasieka, 4:0 (53.) Chousein Chousein

SR: Maximilian Dadder (TSV Kirchenlaibach-Speichersdorf)

Zuschauer: 200

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