Etzenricht
30.05.2026 - 18:24 Uhr
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SV Wenzenbach schickt den SV Etzenricht in die Bezirksliga

Das Fußball-Wunder ist ausgeblieben. Der SV Etzenricht scheitert am SV Wenzenbach und steigt aus der Landesliga ab.

Der SV Etzenricht steigt nach einer 0:2 Heimniederlage gegen den SV Wenzenbach in die Bezirksliga ab Bild: DIETER JAESCHKE
Der SV Etzenricht steigt nach einer 0:2 Heimniederlage gegen den SV Wenzenbach in die Bezirksliga ab

Vor einem Jahr in die Landesliga aufgestiegen, ist für den SV Etzenricht zwölf Monate später bereits wieder Schluss. Die Blau-Schwarzen verloren nach der 0:2-Hinspielniederlage auch das zweite Relegationsspiel gegen den SV Wenzenbach mit 0:3 (0:2) und müssen nun in den sauren Apfel des Abstiegs beißen. Zwar mühte sich die Mannschaft von Spielertrainer Andreas Wendl nach Kräften, um den Zwei-Tore-Rückstand mit dem Heimvorteil im Rücken umzubiegen. Letztlich erwies sich der Vizemeister der Bezirksliga Süd als das spielerisch reifere und schlagkräftigere Team. Über die 180 Minuten gesehen hatte Wenzenbach vor allem in einem Punkt, der Chancenverwertung, die Nase vorn.

Knapp eine Stunde vor dem Anpfiff waren heftige Regenschauer über dem Etzenrichter Sportgelände niedergegangen. Rechtzeitig vor dem Anstoß beruhigte sich jedoch das Wetter, so dass beide Mannschaften bei Temperaturen um gut 20 Grad ideale Bedingungen vorfanden. Die Gastgeber fanden einen Tick besser in die Partie und hatten in der 3. Minute die erste Chance. Aber der Schuss von Nick Sperlich stellte den Gästekeeper Stefan Glötzl vor keine Probleme. Die Führung versagt blieb den Blau-Schwarzen eine Viertelstunde später, als nach einem Eckball Martin Pasieka am höchsten stieg, aber das Leder am gegnerischen Gehäuse vorbeiköpfte.

Lange Zeit schien die Etzenrichter Abwehr die starke Wenzenbacher Offensivreihe im Griff zu haben, dann schlugen die Gelb-Blauen doch zu. Nach einem Eckball setzte sich Gabriel Novakovic am langen Pfosten im Luftkampf durch und nickte die Kugel aus kurzer Distanz zum 0:1 ein (35.). Der Jubel der zahlreich mitgereisten Gästefans war noch nicht verklungen, da zappelte der Ball erneut im Etzenrichter Netz: Der agile Nico Sturm entwischte der Heimdefensive, legte das Leder klug nach innen, wo Stephan Sturm im Fallen zum 0:2 vollendete (38.)

Damit war bereits zur Halbzeit eine Vorentscheidung gefallen. Die Hausherren hätten nun in den zweiten 45 Minuten vier Treffer erzielen müssen, um zumindest eine Verlängerung zu erzwingen. Ein Ding der Unmöglichkeit. Dass die Partie noch eine sensationelle Wendung nehmen könnte, glaubte auch keiner der gut 500 Zuschauer. Die letzten vagen Etzenrichter Hoffnungen zerstörte Nico Sturm, als er eine Unsicherheit in der SVE-Defensive zum 0:3 verwertete (59.).

Die Messe war gelesen, die Rückstufung des SV Etzenricht in die Bezirksliga besiegelt. Während die Wenzenbacher Anhänger "Wir steigen auf" und "Nie mehr Bezirksliga" skandierten, mussten die Gastgeber die vielleicht traurigste Rest-Spielzeit in der gesamten Saison abspulen. Trotz der aussichtslosen Situation ließen sie sich aber nicht hängen, erarbeiteten sich sogar Chancen, der Ehrentreffer blieb ihnen aber versagt.

SV Etzenricht: Pautsch, Koppmann (63. Danzer), Wendl, Tom Griesbeck (58. Neumeier), Max Herrmann, Schreml, Jannik Herrmann (28. Scheler), Bock, Mirko Griesbeck, Sperlich (80. Sebastian Ermer), Pasieka (86. Riebel)

SV Wenzenbach: Glötzl, Florian Pegoretti, Andreas Pegoretti, Pyka (71. Lopes), Meyer, Berisha (65. Amann), Beck, Nico Sturm (71. Meindl), Novakovic (76. Frey), Stephan Sturm, Freitag (86. Meyer)

Tore: 0:1 (36.) Gabriel Novakovic, 0:2 (38.) Stephan Sturm, 0:3 (59.) Nico Sturm – SR: Johannes Hamper – Zuschauer: 527

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