Der von einer Sperre bedrohte Owen Ansah hat neun Tage nach seinem EM-Gold über 200 Meter eine Enttäuschung erlebt. Beim Diamond-League-Meeting im polnischen Chorzow schied er über 100 Meter mit einer Zeit von 10,22 Sekunden bereits im Vorlauf aus. Von der EM-Form, als er neben dem Titel über 200 Meter auch Bronze über 100 Meter gewann, war Ansah weit entfernt. Das Finale gewann der jamaikanische Weltmeister Oblique Seville in 9,83 Sekunden.
Wegen des Vorwurfs, eine Dopingprobe verweigert zu haben, hat die Nationale Anti Doping Agentur eine vierjährige Sperre gegen Ansah vorgeschlagen. Der 25-Jährige lehnt das ab und ist derzeit nicht suspendiert. Es läuft alles auf ein juristisches Tauziehen hinaus. Dem Athleten vom Hamburger SV könnte das Ergebnis in Chorzow noch genauso aberkannt werden wie die Medaillen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham.
Hammerwerfer Hummel auf Platz zwei
Den zweiten Platz in Polen belegte Hammerwerfer Merlin Hummel, der sich mit 81,25 Metern nur dem Weltmeister und Olympiasieger Ethan Katzberg (82,92 Meter) aus Kanada geschlagen geben musste. Auf Rang drei landete der Ungar Bence Halasz (79,44 Meter), der bei der EM noch den Titel vor Hummel holte.
Über 3.000 Meter Hindernis landete der EM-Dritte Karl Bebendorf mit einer Zeit von 8:10,40 Minuten beim Sieg des Äthiopiers Gemechu Godana (8:02,74 Minuten) auf dem siebten Rang. Europameister Frederik Ruppert war nicht am Start.
Der EM-Dritte Henrik Janssen belegte im Diskuswurf mit 68,19 Metern den vierten Platz und verpasste nur knapp das Podium. Steven Richter wurde Fünfter (67,81 Meter). Es gewann der litauische Weltrekordhalter Mykolas Alekna mit starken 72,58 Metern.
© dpa-infocom, dpa:260823-930-572044/1




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