03.01.2020 - 23:24 Uhr
MünchenSport

Der FC Bayern, Katar und das nahezu schwierigste Puzzle der Welt

Am Samstag startet der FC Bayern in die Wintervorbereitung und die Aufholjagd auf RB Leipzig. Die Münchener haben aber noch etwas ganz anderes in Planung, meint unser Sportredakteur Josef Maier.

2013 sahnten die Bayern und Jupp Heynckes alles ab. Von so eine Jahr träumen sie wieder in München. Vor allem den Pott links hätten sie mal wieder so gerne.
von Josef Maier Kontakt Profil
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Es besteht nur aus elf Teilen - und doch ist es eines der schwierigsten Puzzles der Welt. Die hohe Kunst liegt darin, elf optimale Teilchen zu finden, die sich zu einem absoluten Top-Team zusammenfügen.

Wenn der FC Bayern am Samstag in Katar seine Vorbereitung auf die Rückrunde aufnimmt, dann geht es natürlich auch darum, trotz vier Punkten Rückstand auf RB Leipzig den achten Meistertitel in Folge einzuheimsen. Es geht aber fast noch mehr darum, weiter an diesem großen Puzzle zu basteln, mit dem die Münchener wieder in Europa glänzen können.

Ein optimal zusammengestelltes Puzzle wie 2013 ist das Ziel. Der Triumph von Wembley. Robben, Ribéry, Schweinsteiger, Lahm, Mandzukic, Boateng, Martínez, Müller - alle auf dem Höhepunkt ihrer Schaffenskraft. Auch dieses Team musste allerdings Rückschläge erleiden, ehe es den Champions-League-Titel holte.

Neuer, Lewandowski, Gnabry, Coman, Kimmich oder Süle. Ein paar passende Puzzleteilchen haben die Bayern schon. In den letzten Wochen ist mit dem jungen und pfeilschnellen Linksverteidiger Alphonso Davies ein weiteres hinzugekommen, das sich optimal ins Gesamtgefüge eingliedert. Das ein oder andere Mal sind die Münchener Macher aber auch danebengelegen. Thiago, Tolisso und wohl auch Coutinho. Das passt nicht richtig.

Die Suche ist lange nicht abgeschlossen: Ein schneller Innenverteidiger müsste her. Und ein Stratege auf der Sechs - einer wie vor Jahren Xabi Alonso. Mit Leroy Sané in der Offensive würde sich das Gesamtbild weiter vervollständigen. Der FCB will aber nicht um jeden Preis sein Puzzle fertigstellen. Es ehrt ihn, dass er im ungleichen Wettbewerb mit Scheichs, Finanzinvestoren und hochverschuldeten Klubs nur auf eigenes Geld setzt.

Eine Wiederholung des Titel 2013 ist dennoch erneut möglich. Aber es braucht dazu neben dem Gespür fürs Puzzlen noch etwas wichtiges - verdammt viel Glück.

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