23.07.2019 - 18:41 Uhr
Sport

FC OVI-Teunz, der TV Nabburg und die SG Gleiritsch-Trausnitz im Kreisliga-Check

Die einen holen einen jungen Trainer mit Erfahrung, die anderen geben lange nicht auf. Und der Neuling will sich etablieren. Teil zwei unserer Vorschau auf die Kreisliga West.

Torwart Christian Böl (rechts) wird dem FC OVI-Teunz in den ersten beiden Kreisliga-Spielen gesperrt fehlen.
von Josef Maier Kontakt Profil

Absteiger, Aufsteiger, Abstiegskandidat: Auch der FC OVI-Teunz, der TV Nabburg und die SG Gleiritsch-Trausnitz haben ihre Vorbereitungen für die neue Kreisliga-Saison nahezu abgeschlossen.

FC OVI-Teunz

Beim FC OVI-Teunz konnten sie sich schon lange auf die Kreisliga einstellen. Der Abstieg aus der Bezirksliga Nord stand nach einer Negativserie schon länger fest. Spätfolgen befürchtet Josef Holler deswegen aber nicht. Der neue Trainer setzt seine Mannschaft auch nicht unter Druck. "Nach diesem Abstieg gleich das Ziel Wiederaufstieg anzusteuern, wäre nicht angebracht." Einen "gesicherten Mittelfeldplatz", strebt der 31-jährige Spielertrainer mit seinem Team an. In der Vorbereitung hat er bei seiner Mannschaft Licht und Schatten ausgemacht. Das Licht: "Wir haben gute spielerische Ansätze." Der Schatten: "Unser Defensivverhalten." Auch daran will Holler bis zum Saisonauftakt mit dem Heimspiel am Freitag gegen die SG Schönthal noch feilen.

Mit Holler hat sich der FC trotz dessen jungen Alters einen erfahrenen Mann in den Verein geholt. Der Fußballer aus Stadlern spielte jahrelang beim ASV Cham in der Landesliga, zuletzt war er dort in der "Zweiten" aktiv. Zudem trainierte er die Bayernliga C-Jugend des ASV.

Jetzt trainiert er im Seniorenbereich, und da hat er beim FC doch keinen so großen Umbruch zu bewältigen. Vier Leute hörten zwar auf oder gingen weg, doch der Stamm ist noch erhalten. "Allerdings ist unser Kader auch sehr klein", sagt der Trainer. Von der A-Jugend stieß nur Peter Forster zum Team.

In den ersten beiden Spielen ist auch noch Stammtorhüter Christian Böl gesperrt. Als Ausrede lässt dies Holler aber nicht gelten: "Wir streben gegen Schönthal einen Dreier an."

SG Gleiritsch-Trausnitz

Bei der SG Gleiritsch-Trausnitz haben sich in der Sommerpause doch einige Veränderungen ergeben. "Fünf Spieler aus der letztjährigen Stammmannschaft sind nicht mehr dabei", sagt Trainer Roland Schuller. Und schon in der abgelaufenen Spielzeit hatte die Spielgemeinschaft schon zu kämpfen, um nicht abzusteigen. "Diese Spieler kann man nicht eins zu eins ersetzen", meint der Trainer zwar, aber er ist auch keiner der deswegen gleich aufgibt: "Wir werden kämpfen.". Einige Spieler würden jetzt aus der zweiten Mannschaft hochgezogen. Der Kader sei aber auch weiterhin sehr klein, sagt er. Die, die aber da sind, hauen sich voll rein, lobt Schuller: "Die Mannschaft ist sehr willig, der Trainingsbesuch sehr gut." Arbeiten wollen sie bei der Spielgemeinschaft weiter an ihrer defensiven Stabilität. Zuletzt im Testspiel beim 3:0 gegen den Kreisklassisten DJK Irchenrieth klappte das schon ganz gut. Ansonsten war Schuller vorsichtig mit dem Abschließen von Testspielen. Er hatte auch ein bisschen Angst, dass sich wichtige Spieler verletzten.

Als Ziel für die neue Saison gibt er nur eines aus: "Den Klassenerhalt." Auch von Seiten des Vorstands gebe es keinen Druck, höhere Ziele anzupeilen. Im ersten Spiel tritt die SG in Neunburg vorm Wald an. Der dortige FC hat mit Yulian Kurtelov einen Top-Torjäger in seinen Reihen. "Den müssen wir stoppen. Das wird kein einfaches Spiel." Aber einfache Spiele, so Schuller, gebe es für die SG Gleiritsch-Trausnitz in dieser Spielzeit ohnehin nicht.

TV Nabburg

Der Aufsteiger will keine Fahrstuhlmannschaft werden. Nach dem Abstieg in der Saison 2017/2018 ist der TV über die Relegation sofort wieder aufgestiegen. "Wir wollen uns natürlich in der Kreisliga etablieren und so früh es geht, den Klassenerhalt schaffen", sagt Abteilungsleiter Felix Scharf. Die Mannschaft hält er für stärker als die Kreisliga-Elf von vor zwei Jahren.

Die beiden neuen Trainer Manfred Widegger und Daniel Kißwetter konnten mit der Trainingsbeteiligung sehr zufrieden sein, die Jungs waren engagiert bei der Sache. Ein bisschen ärgerlich war das Pokal-Aus gegen den Kreisklassisten SC Weinberg. "Wir hätten schon noch gerne ein, oder zwei Runden mehr gemacht", meint Scharf. In den Testspielen wurde auch gegen den Kreisklassisten SpVgg Neustadt/Kulm verloren. Scharf nennt einen Grund dafür: "Auch da haben wir zu viele Chancen liegengelassen. Das ist noch ein Manko." Die Generalprobe zuletzt klappte aber hervorragend: Gegen den Kreisligisten ASV Haselmühl gab es einen 4:0-Erfolg, der richtig Mut macht. Scharf hat auch die neue Taktik gefallen: "Das funktionierte die Viererkette in der Abwehr sehr gut."

Im Tor wird künftig der Ex-Pfreimder Thomas Bergmann stehen. Für Stabilität in der Abwehr sorgt Spielertrainer Daniel Kißwetter, vorne soll sein vom FC OVI-Teunz gekommene Trainerkollege Manfred Widegger für Tore sorgen. Zu Beginn der Vorbereitung ging es in ein dreitägiges Trainingslager in den Bayerischen Wald, in Wideggers Heimatort Ringelai. Und gab es dort auch Team-Maßnahmen? Da lacht Scharf: "Wir waren auf dem Volksfest in Freyung."

Philipp Schlosser (rechts) und seine Kollegen vom TV Nabburg wollen in dieser Saison den Klassenerhalt schaffen.

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