25.11.2019 - 13:26 Uhr
FuchsmühlSport

1860-Trainer Köllner lacht: "Wir machen die Oberpfalz auch noch blau"

Leichte Nervosität und totale Begeisterung: Michael Köllner hat seine Premiere als Sechziger-Trainer hinter sich. In der Oberpfalz hat der Fuchsmühler noch etwas vor, meint er schelmisch.

Michael Köllner gibt Anweisungen. Vor allem mit seinen Worten in der Halbzeitpause war er erfolgreich.
von Josef Maier Kontakt Profil

Die Deutsche Telekom macht derzeit in und um Fuchsmühl herum ganz gute Geschäfte. "Vorher war es Sky, jetzt abonnieren viele Magenta TV", weiß Michael Köllner. Die TV-Sparte der Telekom überträgt alle Spiele der dritten Liga live. Und somit auch, was der neue Trainer Michael Köllner bei 1860 München so anstellt. Einige Fußballfans aus dem Stiftland schauten am Sonntag aber nicht fern, sondern ihrem "Landsmann" bei der Premiere vor Ort zu. "Ich weiß, dass viele aus meiner Heimat da waren. Ich weiß gar nicht, wo die noch Karten herbekommen haben", sagte er gegenüber Oberpfalz-Medien.

Der Fuchsmühler Köllner feierte beim 1:1 gegen den FC Bayern II sein Debüt als Trainer beim Münchener Traditionsverein. "Anfangs war ich schon etwas nervös", gab der 49-Jährige zu. "Man weiß ja nicht, was einen erwartet." Aber in diesen 90 Derby-Minuten wurde dem Oberpfälzer eines im Laufe der Zeit klar: "Ich habe schon während des Spiel gespürt, dass es die richtige Entscheidung war, zu den Löwen zu gehen." Eine volle Hütte im "Grünwalder", beste Stimmung auf den Rängen, ein richtig intensives Kampfspiel - das liebt der Trainer. Köllner konnte auch gleich zeigen, was er als neuer "Löwen-Dompteur" drauf hat. 0:1 lagen die Löwen nach 45 Minuten zurück. Und präsentierten sich ab und an als zahme Kätzchen: "Ich sagte meinen Jungs, sie sollten die Fesseln ablegen. Sie sollten freier spielen." Die Blauen hetzten danach die jungen Bubis der Roten über den Platz. "Man hat gesehen, dass wir jeden Zweikampf als Sieger verlassen wollen", freute sich Köllner über die Einstellung seiner Jungs. Allerdings verballerten die Gastgeber auf Giesings Höhen in der zweiten Hälfte zu viele Chancen. Nur Dennis Dressel war nach 68 Minuten im Nachsetzen zum 1:1 erfolgreich.

Das Ergebnis sei schon okay, meinte Köllner und hatte schon das nächste Derby im Blick. "Ab Dienstag bereiten wir uns auf den nächsten Fight vor." Am Sonntag ist 1860 München bei der in der Spitzengruppe platzierten SpVgg Unterhaching zu Gast. Unerschrocken geht er die Aufgabe an. Köllner hat noch einiges vor und gibt dann auch lachend eine - nicht ganz ernst gemeinte - Zielsetzung vor: "Wir machen die Oberpfalz auch noch blau."

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