Fürth
01.03.2026 - 12:52 Uhr

Fürth hadert nach 1:1 - Mehr „Energie“ durch Enttäuschung?

Die SpVgg Greuther Fürth holt einen Punkt gegen den Tabellenführer. So richtig freuen können sich die Franken aber nicht. Trainer Heiko Vogel findet die Anspruchshaltung hilfreich.

Ein Unentschieden des Tabellenletzten gegen den Spitzenreiter? Das war der SpVgg Greuther Fürth in diesem Flutlichtspiel der 2. Fußball-Bundesliga nicht genug. „Die Mannschaft ist enttäuscht, dass sie nur einen Punkt geholt hat. Das zeigt, welchen Anspruch sie hat“, sagte Trainer Heiko Vogel nach dem 1:1 gegen den FC Schalke. Auf dieser Anspruchshaltung des Teams könne man aber aufbauen, lautete die positive Erkenntnis des Fürther Coachs. 

https://www.youtube-nocookie.com/embed/IPrLmI3SIdc

Trainer Vogel: Das kann Energie freisetzen

Dennis Srbeny (12. Minute) hatte die Gastgeber vor 16.126 Zuschauern im ausverkauften Sportpark früh in Führung gebracht. Mit einem Traumtor aus der Distanz glich Dejan Ljubicic (75.) für den Ruhrgebietsclub in der Schlussphase aus. „Es ist schön, dass wir so denken, dass wir heute zwei Punkte verloren haben“, sagte Vogel. Er lasse die Enttäuschung ruhig etwas wirken, weil das „zusätzliche Energie“ für die kommende Woche freisetze.

Die Fürther bleiben trotz des Punktgewinns Tabellenletzter, dürften sich aber über die couragierte Leistung und den Achtungserfolg freuen. Kurios: Die Franken erzielten insgesamt mit 35 Toren einen Treffer mehr als Spitzenreiter Schalke. Die offensive Qualität ist da. Wenn da nicht die vielen Gegentore wären...

„Ich glaube, man sieht Woche für Woche, dass jeder jeden schlagen kann, und wir wussten, dass wir gerade nach dem Spiel gegen Bielefeld nachlegen wollten“, sagte Torschütze Srbeny. „Das ist uns heute auch gut gelungen. Heute können wir stolz auf uns sein. Ich glaube, das Kollektiv hat gut funktioniert.“

„Wahnsinn, was wir für Tore fressen“

Das Traumtor von Ljubicic mit einem wuchtigen Distanzschuss, der unhaltbar im Winkel einschlug, wurmte die Fürther allerdings mächtig. „Es ist Wahnsinn, dass wir so ein Tor wieder fressen“, sagte Offensivkraft Felix Klaus. „Wenn du unten stehst, bekommst du solche Dinger.“

Der Punktgewinn gegen die Gelsenkirchen, wenngleich sich der wie zwei verlorene Punkte anfühlte, ist ein Mutmacher für die kommenden Wochen. Die Franken haben den Klassenerhalt in der eigenen Hand. 

„Den Punkt nehmen wir mit, aber wir wissen auch, dass mehr drin gewesen wäre“, sagte Abwehrspieler Reno Münz. „Vier Punkte aus zwei Spielen ist gut, vor allem in der jetzigen Situation. Aber natürlich wollen wir mehr haben.“ 

© dpa-infocom, dpa:260301-930-752773/1

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.