20.08.2019 - 21:24 Uhr
GebenbachSport

DJK Gebenbach liefert heißen Pokalfight gegen FC Ingolstadt

An der Sensation geschnuppert, aber dann doch dem Favoriten unterlegen: Die Spieler der DJK Gebenbach haben sich in der zweiten Pokalrunde gegen den FC Ingolstadt teuer verkauft – und sich gleich über zwei Elfmeter geärgert.

von Autor MREProfil

Weil es nicht zwangsläufig 1:3 (0:1) für den Drittligisten hätte enden müssen. „Die Jungs haben unglaublich gekämpft. Ich weiß nicht, ob es ein Elfmeter war, aber der Schiedsrichter hat uns damit auch ein bisschen den Stecker gezogen. Aber letztlich konnten wir dieses Highlight genießen und hätten vielleicht auch gewinnen können,“ erklärte DJK-Coach Faruk Maloku.

Gästetrainer Jeff Saibene zollte der DJK ebenfalls großen Respekt: „Wir waren gewarnt vor Gebenbach, das war für die jungen Spieler heute ein Charaktertest. Aber ich bin froh und zufrieden, dass wir gewonnen haben.“

Dabei erwischte sein Team einen Start nach Maß: Ex-Bundesliga-Profi Maximilian Beister schlenzte den Ball nach drei Minuten an den Pfosten, in der Mitte verwertete Fabio Moreno Fell zum 0:1. Die Hausherren zeigten sich nur kurz beeindruckt, überließen dem FCI weitestgehend die Spielkontrolle – was aber nicht dazu führte, dass der Drittligist nachlegen konnte. Ganz im Gegenteil: Die DJK hatte im Verlauf der ersten Hälfte die Chancen – und zwar hochkarätige. Timo Kohler scheiterte bei einem Schlenzer an Marco Knaller im Gästetor (33.), nur ein paar Sekunden setzte Marco Seifert einen Kopfball nur Zentimeter neben den Pfosten (34.).

In den Schlussminuten des ersten Abschnitts wurde es dann noch richtig hektisch: Erst wurde ein Kopfball von Julian Ceesay auf der Linie geklärt (45.), danach Fabio Pirner im Strafraum gefällt – und es gab Elfmeter für die DJK. Pirner trat selbst an, aber setzte den Ball weit über das Tor (45.+2) – umso ärgerlicher, weil sich die Gastgeber den Ausgleich trotz mehr Spielanteilen für die Schanzer redlich verdient hätten.

Den zwischenzeitlichen Lohn holte sich die DJK in der 55. Minute, als Timo Kohler eine Flanke am langen Pfosten zum hochverdienten Ausgleich ins Tor drückte. Die Freude darüber währte aber nur kurz: Nach einem zweiten Ball war die DJK-Abwehr aufgerückt, der Ball kam hoch in den Strafraum, Julian Ceesay hatte Kontakt mit seinem Gegenspieler im Strafraum und es gab erneut Elfmeter, diesmal aber für den FCI – eine höchst umstrittene Entscheidung. Filip Biblija machte es besser als zuvor Fabio Pirner und stellte den alten Abstand wieder her (68.).

Die Reaktion der DJK wäre fast perfekt gewesen, als Timo Kohler über links durchzog, aber die Fingerspitzen von Marco Knaller verhinderten den erneuten Ausgleich (70.). Stattdessen sorgte der Favorit dann für die Entscheidung, als Joseph Königsdorfer nach einer Freistoßflanke zum 3:1 einköpfte (72.).

Die DJK gab sich zwar nicht auf, aber die Ingolstädter brachten dieses Ergebnis routiniert nach Hause. Und in Gebenbach wird man sich wohl noch ein paar Tage über einen verschossenen und einen gegebenen Elfmeter ärgern.

DJK Gebenbach - FC Ingolstadt 1:3 (0:1):

DJK Gebenbach: Nitzbon - Gorgiev, Ceesay, Libotovsky, Hofmann - Kohler, Freisinger, Fischer, Pirner, Klahn (79. Epifani) - Seifert

FC Ingolstadt 04: Knaller - Weiß, Königsdorfer, Gimber, Büch - Pintidis (39. Kraus), Kerschbaumer, Wolfram - Beister (46. Schorn), Moreno Fell (67. Herrmann), Bilbija

Tore: 0:1 (3.) Fabio Moreno Fell, 1:1 (55.) Timo Kohler, 1:2 (68.) Filip Bilblija (Foulelfmeter), 1:3 (72.) Joseph Königsdorfer - Besondere Vorkommnisse: Fabio Pirner (DJK) verschießt Elfmeter (45. +2) - SR: Patrick Hanslbauer - Zuschauer: 700

Stimmen zum Spiel:

Jan Fischer: „Es war ein gutes Spiel von uns, wir haben lange Zeit richtig gut mitgehalten. Aus dem Spiel heraus hat Ingolstadt in der zweiten Hälfte auch nichts mehr getroffen.“

Julian Ceesay: „Wir haben mit viel Leidenschaft dagegengehalten heute und uns sehr gut präsentiert.“ „Ich versuche den Torwart abzuschirmen, wie ich es immer mache und erwische ihn wohl da. Aus meiner Sicht war es eine zu harte Entscheidung.“ (zum Elfmeter)

Franz Wittich: „Wir können mit der Leistung mehr als zufrieden sein, auch wenn wir ein Spiel mit solchen Chancen natürlich gewinnen wollen. Aber wir sind stolz auf das Auftreten unserer Truppe. Dennoch hat die Liga natürlich Vorrang und wir nehmen das heute als Ansporn für die nächsten Spiele mit.“ „Schade, dass das Spiel durch eine solche Entscheidung entschieden wird. Sonst wäre mehr drin gewesen.“ (zum Elfmeterpfiff / Schiri allgemein).„Großer Respekt vor Ingolstadt, dass sie ihren Teil der Einnahmen heute unserer Jugend überlassen. Das ist auch ein Stück Fanarbeit.“

Jeff Saibene: „Gute Zuschauer, guter Platz, tolle Rahmenbedingungen.“

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