30.05.2019 - 19:34 Uhr
GebenbachSport

Relegation: Dämpfer für die DJK Gebenbach

Da war mehr drin: Bei der 0:1-Heimniederlage vergibt die DJK Gebenbach viele gute Chancen - und nutzt auch eine 45-minütige Überzahl nicht. Bange ist Trainer Faruk Maloku vor dem Rückspiel aber nicht: "Rosenheim ist zu knacken."

Der Rosenheimer Pius Krätschmer (vorne) zirkelt einen Freistoß an der Gebenbacher Abwehrmauer vorbei auf das Tor von Michael Nitzbon.
von Christian Frühwirth Kontakt Profil

Wie der Regionalliga-15. zu knacken ist, zeigte Gebenbach vor knapp 1700 Zuschauern gleich in der Anfangsphase. "Wir sind unglaublich gut ins Spiel gekommen", sagte Maloku, und sein Rosenheimer Kollege Thomas Kasparetti gab zu, dass seine Spieler Probleme hatten mit dem kleinen Platz und den Gastgebern, die "richtig Dampf machten". Dominik Haller verzog bei einem Schuss aus fünf Metern knapp (6.), wenig später gleich die nächste Chance, nach einer Hereingabe von Johannes Böhm verpasste ein Angreifer. In der 10. Minute ein langer Pass auf Marco Seifert, der den Ball aber über das Tor lupfte.

1640 zahlende Zuschauer bildeten dem ersten Relegationsspiel um einen Platz in der Regionalliga bei herrlichem Fußballwetter am Vatertag eine prächtige Kulisse.

"Mit viel Leidenschaft"

In der 17. Minute folgte die nächste Möglichkeit für den Bayernliga-Vizemeister, diesmal parierte Torhüter Mario Stockenreiter einen 18-Meter-Schuss von Böhm. Nach einem Zuckerpass von Dominik Haller scheiterte Niko Becker am herauslaufenden TSV-Schlussmann. "Schade, dass wir unsere Chancen da nicht gemacht haben", sagte Maloku nach der Partie. Nach gut einer halben Stunde hatte sich Rosenheim "akklimatisiert" (Kasparetti) und wusste jetzt, wie man gegen die "sehr selbstbewussten und mit viel Leidenschaft auftretenden Gebenbacher" agiert. Nun hatten die Oberbayern mehr Spielanteile - und Torchancen: Die beste in der 40. Minute, als sich Korbinian Linner durchsetzte und aus 16 Metern abzog, DJK-Torhüter Michael Nitzbon den Ball aber zur Seite abwehren konnte. Er war auch kurz vor der Pause zur Stelle, als Pius Krätschmer einen Freistoß aus 20 Metern gefährlich auf das Tor brachte.

Der Rosenheimer Siegtorschütze Danijel Majdancevic feiert sein Tor mit einem Luftsprung.

Gelb-Rot für Einsiedler

In der zweiten Hälfte waren knapp zwei Minuten gespielt, als der gerade eingewechselte Linor Shabani den Pfosten traf und Danijel Majdancevic den abprallenden Ball im Nachschuss aus zehn Metern zum 0:1 im Tor unterbrachte. Die Partie wurde nun hektischer, immer wieder unterbrachen Fouls und Behandlungspausen den Spielfluss, weshalb Schiedsrichter Luka Beretic auch acht Minuten nachspielen ließ. Innerhalb von drei Minuten foulte Markus Einsiedler zunächst Jonas Lindner, dann Johannes Böhm und musste in der 53. Minute mit der Gelb-Roten Karte vom Platz.

Der in der 69. Minute für Kapitän Timo Kohler eingewechselte junge Gebenbacher Offensivspieler Fabio Pirner (links) flankt vor dem Rosenheimer Linksverteidiger Korbinian Linner nach innen.

Obwohl ein Mann mehr, schienen die Gebenbacher jetzt etwas zu verkrampfen. Es dauerte bis zur 63. Minute, ehe sie wieder einmal im gegnerischen Strafraum auftauchten. Dann hatten sie aber wieder eine Reihe guter Möglichkeiten. In der 75. Minute verteidigte Stockenreiter mit einem Riesenreflex nach Kopfball von Böhm die Führung der Gäste, auf der anderen Seite hatte Nitzbon Glück, dass ein Kopfball von Shabani vom Innenpfosten in seine Hände fiel (83.). In den letzten Minuten dann Dauerdruck der Gebenbacher, doch Haller (88.) und Seifert (90.+3) verpassten den Ausgleich. "Der wäre verdient gewesen", meinte nach dem Spiel nicht nur Faruk Maloku - und blickte schon auf das Rückspiel am Sonntag: "Ein schnelles Tor - dann ist alles möglich. Rosenheim ist zu knacken." Kollege Kasparetti weiß trotz des Sieges, dass der Klassenerhalt nicht besiegelt ist: "Die Messe ist noch nicht gelesen. Das wird noch einmal ein heißer Tanz."

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