18.07.2018 - 22:06 Uhr
GebenbachSport

Schlüsselszene Platzverweis

Die Pleite bei der SpVgg Hof ist vergessen: Die DJK Gebenbach lässt ihrem Frust freien Lauf und serviert den Aufsteiger ATSV Erlangen ab. Eine Rote Karte kommt der Elf von Trainer Faruk Maloku dabei entgegen.

im ersten Heimspiel der neuen Bayernliga-Saison schoss die DJK Gebenbach (rechts Julian Ceesay im Duell mit Ahmet Kulabas) den ATSV Erlangen mit 5:1 ab.
von Autor LIKProfil

Mit 5:1 schlug Gebenbach den ATSV am Mittwochabend und sorgte für den ersten Dreier in der Fußball-Bayernliga Nord 2018/19. Gegenüber dem Auftaktspiel veränderte Maloku seine Elf auf drei Positionen. Dominik Haller, Jan Fischer und Lukas Libotovsky blieben zunächst auf der Bank. Kai Hempel, Jonas Lindner und Johannes Scherm rückten dafür in die Start-Elf.

Es war noch keine Minute gespielt, da profitierte Erlangen von einem zu kurzem Rückpass von Niko Becker zum eigenen Torhüter. Tim Ruhrseitz nützte die Gelegenheit zur Gästeführung. Gegen eine verunsicherte Heimelf versuchte Erlangen nachzusetzen und in der 12. Minute fast das 0:2. Ismail Yüce zögerte jedoch zu lange, und DJK-Verteidiger Oliver Gorgiev klärte im letzten Moment. Auf dem kleineren B-Platz - der Hauptplatz ist wegen Sanierungsarbeiten noch gesperrt - tat sich Gebenbach schwer, ins Spiel zu finden. Die erste gefährliche Offensivaktion der DJK erst nach 22 Minuten, als der agile Johannes Böhm aus 16 Metern abzog, jedoch flach am linken Pfosten vorbeischoss.

Becker ist zur Stelle

"Erst so nach 25 Minuten sind wir in der Saison angekommen", bewertete Maloku die nun mit mehr Zug agierende Vorstellung seiner Elf. Wieder war es Böhm, der sich über links durchsetzte. Bei seiner flachen Hereingabe kam Jonas Lindner einen Schritt zu spät. Jetzt kam auch Marco Seifert immer besser in die Partie, und nach 36 Minuten leitete er mit einer klasse Vorarbeit den Ausgleich ein. Seinen Querpass brauchte Niko Becker nur noch einzuschieben. Eine Minute später wäre das Spiel fast gedreht gewesen, als der Ball an Freund und Feind vorbei durch den Gästestrafraum lief. Wieder 60 Sekunden später die Schlüsselszene des Spiels: Nach einem weiten Ball musste Gästetorhüter Michael Kraut aus seinem Gehäuse, als er merkte, dass die Kugel ihn 20 Meter vor dem Tor überspringen würde.

Hempels Hammer

Er klärte vor dem durchlaufenden Seifert mit der Hand - Rot. Feldspieler Vargas ging vom Feld, und für Kraut kam Ersatztorwart Max Glaß, der sofort mitten im Geschehen war: Becker lief alleine über halblinks auf den Torhüter zu, der blieb lange stehen und klärte stark. Nach der Pause erhöhte Gebenbach das Tempo. Kohler narrte auf der linken Seite zwei Abwehrspieler und legte von der Grundlinie in die Mitte. Seifert hielt den Fuß hin - 2:1. Das 3:1 in der 52. Minute fiel unter die Kategorie "Tor des Monats". Kai Hempel zog aus gut 30 Metern ab, und das Leder schlug knapp unter dem Querbalken ein.

Gebenbach setzte weiter nach, und Torjäger Niko Becker blieb in der 60. Minute ganz ruhig, als er wieder allein auf Glaß zusteuerte - dann schob er flach zum 4:1 ein. Johannes Scherm gelang in der 68. Minute gegen immer mehr resignierende Erlanger das 5:1.

Info:

DJK Gebenbach - ATSV Erlangen 5:1 (1:1)

DJK Gebenbach: Nitzbon - Ceesay, Biermeier, Böhm, Gorgiev - Jonas Lindner (64. Fischer), Hempel - Kohler (67. Haller), Becker - Seifert (73. Pirner)

ATSV Erlangen: Kraut, Guerra, Marx, Diesner (55. List), Kammermeyer, Ruhrseitz, Faßold, Vargas (38. Glaß), Steininger (50. Graine), Kulabas

Tor: 0:1 (1.) Tim Ruhrseitz, 1:1 (36.) Niko Becker, 2:1 (48.) Marco Seifert, 3:1 (52.) Kai Hempel, 4:1 (60.) Niko Becker, 5:1 (68.) Johannes Scherm - SR: Tobias Wittmann (SV Wendelskirchen) - Zuschauer: 325 - Rot: (38.) Torhüter Michael Kraut (Erlangen), Handspiel außerhalb des Strafraums

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