27.07.2018 - 16:31 Uhr
GebenbachSport

Ein Sieg gegen den Landkreisrivalen fehlt noch

Die Bilanz spricht eigentlich für die Gäste. Doch diesmal scheint die Gelegenheit günstig für die DJK Ammerthal, den Derbyfluch gegen die DJK Gebenbach zu beenden.

Fast auf den Tag genau vor drei Monaten trafen die DJK Ammerthal (links Benjamin Burger, rechts Tom Abadjiew) das letzte Mal auf die DJK Gebenbach (Mitte Marco Seifert). Damals gewann Gebenbach das Nachholspiel in der Bayernliga Nord mit 3:1. Kurios: Mehr als 40 Jahre lang spielten die beiden Landkreisvereine nicht in der gleichen Liga, erst in der Landesliga und jetzt in der Bayernliga gibt es wieder das DJK-Derby.
von Autor RBAProfil

(rba) Vor nicht allzu langer Zeit war es undenkbar, dass das höchstklassige Fußballderby in der Region einmal das Spiel DJK Ammerthal gegen DJK Gebenbach sein würde. Am Samstag, 28. Juli (18 Uhr), treffen in Ammerthal die beiden DJK-Vereine zum Landkreisduell der Bayernliga Nord aufeinander. Es geht hierbei natürlich auch nur um drei Punkte, einem Spiel, in dem zu dem frühen Zeitpunkt der Saison weder über Auf- oder Abstieg entscheiden wird, dennoch dürfte wie immer in diesem Prestigeduell die Emotionen hochkochen.

Die Bilanz spricht klar für die DJK Gebenbach, denn in den zwei zurückliegenden Jahren gewann Ammerthal kein Pflichtspiel gegen Gebenbach. Zu Landesligazeiten gab es ein 2:2-Unentschieden, das Rückspiel verloren die Grün-Schwarzen auf eigenem Gelände mit 2:3. Dominik Obermeier erzielte damals in letzter Sekunde den Siegtreffer. Eine richtig spektakuläre Partie und im wahrsten Sinne des Wortes einen "echten Derbykracher" lieferten sich die beiden Kontrahenten dann in der ersten Bayernliga-Saison der Gebenbacher. Ammerthal führte zur Halbzeit schier uneinholbar, weil zu diesem Zeitpunkt auch eine klare Dominanz auf dem Platz herrschte, nach Toren von Michael Fischer, Tom Abadjiew und Ralf Egeter hochverdient mit 3:0.

Von der Rolle

Im zweiten Durchgang änderte sich das Blatt gewaltig, die Elf von Trainer Faruk Maloku steigerte sich enorm, Ammerthal verlor völlig die Kontrolle, so dass Gebenbach nach Toren von Kai Hempel und Marco Seifert (2) in der 93. Minute noch zum 3:3-Unentschieden vor knapp 1300 Zuschauern ausglich. Im Rückspiel setzte es für die Ammerthaler eine 1:3-Pleite. Jetzt will die Mannschaft um Trainer Dominik Haußner den Bock umstoßen und endlich den ersten Derbysieg einfahren.

Drei Ex-Ammerthaler

Dass mit Jan Fischer, Nico Becker und Dominik Haller drei ehemalige Ammerthaler nun für die Gäste spielen, macht die Aufgabe womöglich noch interessanter. "Wir empfangen eine hochgehandelte Mannschaft aus dem erweiterten Favoritenkreis um die vorderen Plätze", so Ammerthals Trainer Dominik Haußner. "Mit hoher Laufbereitschaft, mannschaftlicher Geschlossenheit und einer guten Balance zwischen Offensive und Defensive werden wir versuchen, die Begegnung offen zu gestalten. Wir hoffen auf eine schöne Zuschauerkulisse und werden unseren Beitrag zu einem spannenden Derby leisten."

Der aktuelle Tabellenstand dürfte in dieser Auseinandersetzung wenig von Bedeutung sein. Gebenbach hatte ein schweres Auftaktprogramm und holte in den Spielen gegen Bayern Hof (2:3), ATSV Erlangen (5:1) und TSV Aubstadt (1:3) drei Punkte, die Haußner-Elf sammelte sieben Zähler. Für Ammerthal bleibt das primäre Ziel nach dem großen Umbruch der Klassenerhalt. Die Gäste, im Vorjahr Vierter, werden dagegen aufgrund des hochwertigen Spielerkaders als einer der Favoriten auf die Spitzenplätze gehandelt, daran wird sich auch nach dem nicht ganz geglückten Saisonstart kaum etwas ändern. Haußner kann bis auf den langzeitverletzten Michael Dietl personell aus dem Vollen schöpfen. Gebenbachs Trainer Faruk Maloku stehen mit Ausnahme von Andre Klahn (Schambeinentzündung), Nicolas Lindner (Bänderriss) und Tobias Stubenvoll (Aufbautraining) alle Akteure zur Verfügung. Auch Konstantin Keilholz ist wieder fit und saß bereits in Aubstadt auf der Bank. "Wir gehen mit großer Vorfreude in das Derby. Mit Sicherheit werden viele Zuschauer vor Ort das Spiel verfolgen. Es ist eine absolute Herausforderung, in Ammerthal zu bestehen. Wir sind für das Derby definitiv bereit", so Maloku.

DJK Ammerthal: Schumacher (1), Sommerer (23), Burger (15), Kohl (4), Zitzmann (24), Zecho (16), Gömmel (17), Weber (22), Karzmarczyk (18), Stauber (20), Höhenberger (6), Särchinger (14), Fruth (21), Stemp (3), Hüttner (13), Weigert (12), Wittmann (2), Jonczy (9), Egeter (19), Knorr (7)

DJK Gebenbach: Nitzbon (1), Damiano (30), Fischer (4), Ceesay (3), Biermeier (5), Becker (7), Haller (8), Gorgiev (9), Kohler (10), Hempel (14), Scherm (15) , Libotovsky (18), Pirner (19), Böhm (22), Jakob (25), Keilholz (27), Jonas Lindner (23), Seifert (11)

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