Grafenwöhr
19.08.2020 - 16:34 Uhr

3:0 am Weidener Wasserwerk: SV Grafenwöhr richtig gut in Form

So mancher Fußballfan rieb sich verwundert die Augen, als er sich am Dienstagabend über das Ergebnis eines Testspiels informierte: SpVgg SV Weiden gegen SV Grafenwöhr 0:3 – kann das sein?

Der Grafenwöhrer Trainer Martin Kratzer (rechts) bespricht sich mit seinem Offensivspieler Alexander Dobmann. Dem Landesliga-Vorletzten gelang ein überraschender 3:0-Testspielsieg bei der in der Liga auf Platz zwei liegenden SpVgg SV Weiden. Archivbild: A. Schwarzmeier
Der Grafenwöhrer Trainer Martin Kratzer (rechts) bespricht sich mit seinem Offensivspieler Alexander Dobmann. Dem Landesliga-Vorletzten gelang ein überraschender 3:0-Testspielsieg bei der in der Liga auf Platz zwei liegenden SpVgg SV Weiden.

Noch vor vier Tagen hatte die SpVgg SV Weiden den Bayernliga-Spitzenreiter DJK Vilzing mit 4:2 regelrecht entzaubert. Nun ereilte die Schwarz-Blauen das gleiche Schicksal gegen einen Ligakollegen. Die Sportredaktion fragte bei Martin Kratzer, Trainer des Landesliga-Vorletzten Grafenwöhr, nach, wie so ein Ergebnis gegen ambitionierte und heimstarke Weidener zustande kommt.

ONETZ: Herr Kratzer, Ihre Mannschaft hat der SpVgg SV Weiden die erste Testspielniederlage zugefügt. Und dies deutlich mit drei Toren Unterschied. Hat Sie das Ergebnis überrascht?

Martin Kratzer : Natürlich war es ein Überraschungssieg. Genau wie der Weidener Sieg gegen Vilzing überraschend kam. Aber vom Spielverlauf her war unser Erfolg verdient, wenn auch vielleicht etwas zu hoch.

ONETZ: Was hat Ihre Mannschaft alles richtig gemacht? Immerhin hat sich Weiden bislang in der Vorbereitung gut präsentiert ...

Martin Kratzer: Wir sind defensiv richtig gut gestanden. Der Gegner hat sich aus dem Spielverlauf heraus kaum Chancen erarbeiten können. Nur bei Eckbällen und Freistößen wurde Weiden gefährlich. Standardsituationen sind gegen die großen SpVgg-SV-Spieler nicht einfach zu verteidigen. Aber das haben meine Jungs gut gemacht.

ONETZ: Drei Treffer muss man gegen die SpVgg SV Weiden erst einmal erzielen ...

Martin Kratzer: Ja, aber die Tore waren kein Zufallsprodukt. Wir haben die Chancen dazu wirklich sehr gut herausgespielt und präzise abgeschlossen. Die Mannschaft kann eine hohe Geschwindigkeit gehen, das hat man in diesem Spiel gesehen. Dieses Tempo verlange ich aber auch von meinen Spielern.

ONETZ: Nach so einem Erfolg könnte es ja mit den Punktspielen losgehen. Die Form stimmt, oder?

Martin Kratzer: So ein Sieg festigt natürlich das Selbstvertrauen in die eigenen Stärken. Aber ich bin schon froh, dass wir noch zwei Wochen Zeit haben, um an einigen Dingen zu arbeiten. Am Wochenende testen wir gegen den TSV Kirchenlaibach und SV Etzenricht, dann wartet noch die Generalprobe gegen den SV Mitterteich. Spätestens dann muss die Anfangsformation stehen.

ONETZ: Der Rückstand auf einen Relegationsplatz beträgt acht Punkte. Startet die SV Grafenwöhr vielleicht doch noch eine Aufholjagd?

Martin Kratzer: Die Spieler arbeiten richtig gut mit, die Trainingsbeteiligung ist riesig. Wir sind sicher auf dem richtigen Weg, aber wir brauchen auch viele Punkte. Sonst steigen wir sang- und klanglos ab.

 
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