01.12.2019 - 18:53 Uhr
GrafenwöhrSport

Klatsche vor der Winterpause

Die Sportvereinigung Grafenwöhr hatte sich für die letzte Partie in diesem Jahre einiges vorgenommen. Schließlich war es ein Heimspiel - und es ging gegen einen Mitaufsteiger. Aber nach 90 Minuten war klar: Es war ein Nachmittag zum Vergessen.

Der Grafenwöhrer Luca Reiß (links) hat es hier mit den Seebachern Dominik Hauner (Mitte) und Waldemar Wagner (rechts) zu tun.

(fdr) Mit 0:5 verlor die SV Grafenwöhr das letzte Heimspiel vor der Winterpause gegen den TSV Seebach. Eine unberechtigte Rote Karte gegen SV-Spielführer Johannes Renner in der 24. Minute war wohl der Knackpunkt. Für Renner war es der erste Platzverweis in seiner Fußballkarriere.

Das Spiel begann recht verhalten auf beiden Seiten, mit Vorteilen für die Gäste aus Niederbayern. Für den ersten Aufreger sorgte aber weder die SV noch der TSV, sondern der Unparteiische. In der 24. Minute zeigte er SV-Spielmacher Johannes Renner für eine angebliche Tätigkeit die Rote Karte. Selbst die Anhänger des TSV um Trainer Josef Eibl sagten nach dem Spiel. "Beide Spieler waren in einen Zweikampf verwickelt. Die Rote Karte ist übertrieben und ungerecht."

Der Schock saß anschließend bei den Grafenwöhrern tief und es entwickelte sich alles zugunsten des TSV Seebach. Torjäger Tobias Biermeier war es, der in der 33. Minute den ersten Treffer markierte. Nach einem Zuspiel von Beck beförderte Biermeier das Spielgerät an SV-Keeper Pautsch vorbei in die Maschen. Mit diesem Ergebnis verabschiedeten sich beide Mannschaften in die Pause.

Nach Wiederbeginn wurde es eine immer einseitigere Partie, in der die Niederbayern dominierten. Binnen sechs Minuten schraubte der TSV mit Unterstützung der SV Grafenwöhr das Ergebnis in die Höhe. Unglücksrabe Maurice Albers beförderte eine Flanke in der 53. Minute in die eigenen Maschen (0:2). Drei Minuten später stand Roland Moosmüller nach einer Flanke goldrichtig und köpfte zum 0:3 ein. Wiederum drei Minuten später besiegelte Albers das Grafenwöhrer Schicksal. Eine Hereingabe in den SV-Strafraum lenkte er wieder ins eigene Tor (0:4). Dem Treffer zum 0:5 ging ein Foulspiel von Dominik Zawal an der Straufraumgrenze voraus, der für dieses seine zweite Gelbe Karte sah. Zur Verwunderung der SV deutete der Unparteiische auf den Strafstoßpunkt. Der Elfmeter war der erste in der Seebacher Landesliga-Saison. Simon Beck verwertete vom Punkt.

Roland Lang brauchte einige Minuten, um nach dem Spiel einen Kommentar abzugeben. "Spielerisch konnten wir heute, vor allem in Unterzahl, nicht viel entgegensetzen. Wir versuchen jetzt, über die Winterpause den Kopf freizubekommen und noch zu retten, was noch zu retten ist. Wie es dann im Mai aussehen mag, steht auf einem anderen Blatt Papier", so Lang.

Abteilungsleiter und zweiter Vorstand der SV Grafenwöhr, Johann Danninger, fügte noch hinzu: "Ich möchte an die SV-Anhänger appellieren, die Schuld nicht bei einzelnen Spielern zu suchen. Dass es in der Landesliga nicht leicht wird, war von vornherein klar. Das sollte von jedem akzeptiert werden. Gerade jetzt sollten die Fans Stärke zeigen."

Info:

SV Grafenwöhr - TSV Seebach 0:5 (0:1)

SV Grafenwöhr: Pautsch, Albers, Wiesnet, Fleischmann, Zawal, Sparrer, Träger (58. König), Reiß, Dobmann A. (63. Kaufmann) Renner, Bytomski (69. Siemski)

TSV Seebach: Scholz, Chirinciuc (58. Lösl), Eller, Köglmeier T., Biermeier, Beck, Griesbeck, Hauner, Wagner (64. Kesten), Moosmüller (64. Lorenz), Köglmeier F.

Tore: 0:1 (33.) Tobias Biermeier (33.), 0:2 Maurice Albers (53./Eigentor), 0:3 (56.) Roland Moosmüller, 0:4 (59./Eigentor) Maurice Albers, 0:5 (73./Foulelfmeter) Christoph Beck – SR: Stephan Czepluch (SV Hallstadt)– Zuschauer: 80 – Rot: (24.) Johannes Renner (SV Grafenwöhr) – Gelb-Rot: (72.) Dominik Zawal (SV Grafenwöhr)

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