17.07.2019 - 21:48 Uhr
GrafenwöhrSport

Last-Minute-Treffer rettet SpVgg SV Weiden

Mit einem Kopfballtor kurz vor dem Abpfiff zum 3:2 bewahrt der Neuzugang den Favoriten in der Landesliga Mitte vor einer weiteren Einbuße bei der SV Grafenwöhr. Zuvor hatte der Aufsteiger Chancen, die Partie für sich zu entscheiden.

Vor einer prächtigen Zuschauerkulisse verlor die SV Grafenwöhr (links im Bild Alexander Sparrer) zu Hause gegen die SpVgg SV Weiden (im Bild Stefan Graf) mit 2:3.
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Ludvig Tuma war der gefeierte Held nach Abpfiff des Landesliga-Derbys zwischen der SV Grafenwöhr und der SpVgg SV Weiden am Mittwochabend. Der wuchtige Neuzugang ließ in der letzten Minute der regulären Spielzeit eine Flanke gefühlvoll über den Scheitel in die lange Ecke zum 3:2-Siegtreffer gleiten. "Unser Plan ist aufgegangen, in der Schlussphase mit Tuma einen Spieler einzuwechseln, der für den Lucky Punch sorgen kann", freute sich Weidens Trainer Andreas Scheler nach dem ersten Dreier der noch jungen Landesliga-Saison. Sein Gegenüber Roland Lang haderte mit den vergebenen Chancen, die seiner Mannschaft letztlich sogar den möglichen Sieg gekostet haben. "Beim Stand von 2:1 für uns vergibt Benjamin König eine hunderprozentige Kopfballchance, die er normalerweise blind versenkt. Und nach dem 2:2 scheitern Maximilian Kaufmann und Patryk Bytomski innerhalb weniger Sekunden am super haltenden Matthias Götz. Nichtsdestotrotz habe ich gegenüber der Aiglsbach-Pleite einen klaren Fortschritt gesehen. So müssen wir weitermachen", schilderte Lang die aus seiner Sicht entscheidenden Szenen.

Den besseren Start vor 950 Zuschauern hatten zweifelsfrei die Gäste aus Weiden. Ohne viel Gegenwehr ließen sie Ball und Gegner laufen. Der SV Grafenwöhr steckte merklich noch die deftige 0:6-Abfuhr vom Wochenende in den Kleidern. Viel zu nervös und ängstlich hielten die Aufsteiger Sicherheitsabstand zu ihren Gegenspielern. Das frühe 1:0 für die SpVgg SV durch Dominik Mandula war die logische Folge (5.). Weiden verpasste es in der Folge aus der eklatanten Überlegenheit weiteres Kapital zu schlagen. Erst nach etwas mehr als einer halben Stunde fanden die Hausherren mehr Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten. Es benötigte aber einen dicken Patzer von SpVgg-SV-Keeper Matthias Götz, um zum Ausgleich aus heiterem Himmel zu kommen. Der Torwart konnte einen harmlosen Rückpass von Fabian Helleder nicht stoppen, so dass die Kugel zum 1:1 ins Netz kullerte (38.). Nach dem Seitenwechsel gewann die Begegnung an Temperament, was vor allem an mutigeren Gastgebern lag. Kapitän Johannes Renner lenkte eine scharfe Hereingabe von der rechten Seite am kurzen Pfosten zur SVG-Führung in die Maschen (56.). Die Hoffnungen des Grafenwöhrer Anhangs auf einen Überraschungerfolg erhielten durch den Ausgleichstreffer von Josef Rodler per Kopf aber einen umgehenden Dämpfer (65.). In der Schlussphase boten sich beiden Teams Chancen auf den Siegtreffer, der letztlich dem eingewechselten Tuma kurz vor Schluss glückte. Ein glücklicher, aber nicht gänzlich unverdienter Sieg des Favoriten.

Weidens Keeper Matthias Götz (vorne) hatte allen Grund, sich bei Ludvig Tuma für dessen Siegtreffer zu bedanken.
Statistik:

SV Grafenwöhr – SpVgg SV Weiden 2:3 (1:1)

SV Grafenwöhr: Pautsch - König, Träger, Fleischmann (46. Bachmeier), Renner (77. Dubois), A. Dobmann, Kraus (62. Kaufmann), Sparrer, Bytomski, Sandner, L. Wiesnet

SpVgg SV Weiden: Götz - Paulus, Hradecky, Graf, Rodler, Busch (46. Rupprecht), Zeitler, Werner, Helleder, Heinl (61. Lang), Mandula (86. Tuma)

Tore: 0:1 (5.) Dominik Mandula, 1:1 (38./Eigentor) Fabian Helleder, 2:1 (56.) Johannes Renner, 2:2 (65.) Josef Rodler, 2:3 (90.) Ludvig Tuma – SR: Dominik Noegel (Kunreuth) – Zuschauer: 950

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