16.07.2019 - 18:54 Uhr
GrafenwöhrSport

SV Grafenwöhr fordert Favoriten Weiden heraus

Viele Oberpfalz-Derbys gibt es nicht in der Landesliga Mitte. Bereits am zweiten Spieltag steigt aber ein "Knaller": SV Grafenwöhr gegen SpVgg SV Weiden, Aufsteiger gegen Titelmitfavorit, lautet das Duell.

Für einige Spieler der SV Grafenwöhr wie Patryk Bytomski gibt es im Derby ein Wiedersehen mit dem alten Verein. Der eine oder andere Grafenwöhrer hat bereits das schwarz-blaue Trikot getragen.
von Externer BeitragProfil

Wenn an diesem Mittwoch um 18.30 Uhr der Anstoß im Grafenwöhrer Sportpark erfolgt, dann ist die Favoritenrolle klar verteilt. Hier der Underdog Grafenwöhr, der zwar zuletzt spektakulär von der Kreisliga in die Landesliga durchmarschierte, sich aber zum Saisonauftakt in der neuen Liga mit 0:6 im Neulingsduell beim TV Aiglsbach gleich die erste saftige Watschn abholte. Auf der anderen Seite die SpVgg SV Weiden, die unbedingt die Landesliga-Niederungen wieder verlassen und in die Bayernliga zurückkehren will, wo sie bis 2018 Stammgast war.

"In Aiglsbach haben wir keine Landesligareife an den Tag gelegt", gibt der Grafenwöhrer Trainer Roland Lang in Anbetracht der saftigen Klatsche zu. "Ich kann auf meine Mannschaft aber nicht sauer sein. Schließlich haben alle Spieler bis auf Benjamin König vor 14 Monaten noch in der Kreisliga oder gar tiefer gespielt." Der Reifeprozess werde sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bittet der Coach, der zu Wochenbeginn wieder gesprächiger wirkte als noch zuletzt in Aiglsbach, die Fans um Geduld. Die Abfuhr zum Saisonstart will er zudem nicht zu hoch hängen, da der Gegner über eine außergewöhnliche Trumpfkarte verfügt habe. "Mit Manfred Gröber haben die stark spielenden Aiglsbacher einen Ausnahmestürmer in ihren Reihen, den es in der Landesliga wohl kein zweites Mal gibt", betont Lang. "Der hat mit seinen fünf Toren die schwache Abwehrleistung meiner Mannschaft eiskalt ausgenutzt."

Remis beim Pokalturnier

Im Derby gegen Weiden fordert der SV-Trainer eine "deutliche Steigerung, um nicht wieder eine Packung zu bekommen. Gerade in der Torverhinderung muss eine signifikante Verbesserung eintreten, sonst ist ein ähnliches Fiasko zu befürchten wie zuletzt." Selbstvertrauen ziehen die Grafenwöhr aus ihrem Auftritt gegen die SpVgg SV beim Blitz-Pokalturnier vor Saisonbeginn. Bei reduzierter Spielzeit gelang dem Aufsteiger ein respektables Unentschieden gegen die Schwarz-Blauen.

Gar nicht erst um den heißen Brei herumreden will der Gast vom Weidener Wasserwerk. "Wir wissen um unsere Favoritenrolle und wollen diese auch mit einer konzentrierten und disziplinierten Leistung ausfüllen", erklärt SpVgg-SV-Trainer Andreas Scheler ohne Umschweife. Als einfach stuft er die Aufgabe aber nicht ein: "Für Grafenwöhr ist es das Spiel des Jahres. Der Gegner wird gegen uns hochmotiviert auftreten."

Wie sein Gegenüber fordert auch Scheler eine Leistungssteigerung gegenüber dem Auftaktspiel. Das 1:1 gegen den TSV Kareth hat für Ernüchterung im Weidener Lager gesorgt. Nicht alleine wegen des Ergebnisses, sondern weil das Gezeigte nicht den eigenen Ansprüchen entsprochen hat. "Uns fehlten der letzte Biss und die Disziplin. Gerade in diesen Bereichen ist noch Luft nach oben. Zudem merkt man einfach, dass einige Spieler aus verschiedensten Gründen noch nicht in der besten Verfassung sind. Daran gilt es zu arbeiten", sagt Scheler. Ein Auswärtssieg sei oberstes Ziel, um nicht schon zu Beginn an Boden zu verlieren.

Rupprecht im Kader

Bei der SpVgg SV kehren die zuletzt fehlenden Florian Rupprecht und Michael Busch in den Kader zurück, weswegen nur Patrick Pohl, Jonas Träger und eventuell der angeschlagene Filip Trantina fehlen werden. Roland Lang muss auf die Verletzten Valentin Schmidt, Dominik Zawal und Markus Kraus verzichten. Der Einsatz von Kapitän Johannes Renner ist nach einem brutalen Tritt in Aiglsbach fraglich. Mit im Kader ist wieder Edgar Drat. Aufgrund des erwarteten Zuschauerandrangs werden weitere Parkflächen ausgewiesen.

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