Als einziger Vertreter aus der Oberpfalz hielt der SV Poppenreuth bei der Endrunde der Futsal-Hallenkreismeisterschaft im Spielkreis Hof/Wunsiedel/Tirschenreuth die Fahne hoch, doch für die Mannschaft um Spielertrainer Richard Vanek endete das Turnier bereits nach der Vorrunde. Zwei Unentschieden reichten nicht aus, um im stark besetzten Teilnehmerfeld weiterzukommen, am Ende stand Platz fünf in der Gruppe und damit das vorzeitige Aus. Kreismeister wurde der FC Eintracht Münchberg durch einen 6:5-Finalsieg gegen den 1. FC Waldstein.
Dabei hinterließ der SVP spielerisch einen ordentlichen Eindruck, belohnte sich jedoch zu selten. Zum Auftakt teilte man sich mit Wiesla Hof die Punkte. Poppenreuth war über weite Strecken feldüberlegen, ließ Ball und Gegner laufen, lud den Kontrahenten jedoch mit einfachen Ballverlusten immer wieder zu Kontern ein, die prompt bestraft wurden.
Ein ähnliches Bild bot sich im zweiten Spiel gegen den späteren Finalisten 1. FC Waldstein, das ebenfalls 1:1 endete. Auch hier erspielte sich der SVP gute Möglichkeiten, verpasste es aber, die Führung auszubauen oder den entscheidenden Treffer nachzulegen. In den folgenden Partien gegen den späteren Turniersieger Eintracht Münchberg sowie gegen den ASV Wunsiedel setzte es jeweils eine 0:3-Niederlage, womit das Ausscheiden endgültig besiegelt war.
Poppenreuth agierte mutig, schaltete häufig früh auf Angriff und band den Torhüter konsequent in den Spielaufbau ein. Dieser offensive Ansatz sorgte zwar für Ballbesitz und spielerische Kontrolle, machte die Mannschaft jedoch anfällig für schnelle Gegenstöße. Mehrfach wurde der SVP nach Ballverlusten ausgekontert und kassierte Gegentore, die den Spielverlauf kippen ließen. So blieb am Ende der Eindruck, dass die Oberpfälzer ein Stück weit „in Schönheit gestorben“ sind, weil sie ihre Chancen nicht nutzten und defensiv zu offen agierten.
Spielertrainer Richard Vanek fand dafür klare Worte. „Ich bin unzufrieden, weil wir vor allem in den ersten beiden Spielen viele Chancen hatten, diese aber nicht genutzt haben“, sagte er und benannte den Knackpunkt deutlich: „Unser größtes Problem war die fehlende Effizienz vor dem Tor.“ Die offensive Ausrichtung erklärte er nachvollziehbar: „Wir lagen fast immer zurück und wollten höher spielen. Wir wissen, dass unser Torwart sehr gut mit dem Ball am Fuß ist, deshalb habe ich gesagt, wir sollen keine Angst haben.“ Fehler seien dabei einkalkuliert gewesen, „aber am Ende haben uns die vielen Gegentore nach Kontern das Genick gebrochen“. Trotz des frühen Ausscheidens nahm Vanek auch Positives mit. „Wir nehmen das als wichtige Erfahrung mit. Uns hat die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, das wissen wir jetzt. Positiv war, dass wir uns wieder gesehen und zusammengespielt haben – insgesamt war es eine gelungene Aktion.“



















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