Sein Team hatte gerade mit 0:5 das zweite Relegationsspiel zur Bezirksliga verloren und dennoch war Klaus Schinner, der Trainer des ASV Haidenaab, nicht ansatzweise sauer. Im Gegenteil: „Ich bin total stolz auf meine Mannschaft“, sagte er völlig entspannt. „Das war heute nicht unser Maßstab.“ Der TSV Tännesberg war nicht der Maßstab. Der Zweite der Kreisliga West aus dem Fußballkreis Schwandorf war für den Zweiten der Kreisliga Nord Weiden eine Nummer zu groß.
Bereits mit dem 3:0 zur Pause war die Partie in Windischeschenbach entschieden. „Es ist dennoch für uns eine geile Reise“, freute sich Schinner für sein Jungs. „Gegen Auerbach 1100 Zuschauer, heute fast 1200. „Das ist eine Riesenerfahrung für meine Jungs.“
Für die Jungs, die seit 2018 mit Schinner viel erlebt haben. Um die Kräfteverhältnisse beim Relegationsspiel am Donnerstag einzuordnen, sagte er auch: „Das ist nahezu die gleiche Mannschaft, mit der wir vor fünf Jahren aus der Kreisklasse in die Kreisliga aufgestiegen sind.“ Zum Vergleich: Kevin Amaizo, am Donnerstag zweifacher Torschütze für Tännesberg und in der Winterpause gekommen, hat fast 50 Bayernligaspiele für die DJK Gebenbach absolviert.
Nicht am Mittwoch
Der Aufstieg in die Bezirksliga ist für die Haidenaaber auch weiterhin möglich. Es geht nun gegen den Verlierer der Partie SpVgg Willmering-Waffenbrunn gegen die SpVgg Ramspau, die am Sonntag angepfiffen wird. Auf den Verlierer trifft dann der ASV Haidenaab. Aber nicht wie zunächst geplant am Mittwoch, 5. Juni. „Da haben wir ein Vereinsfest“, sagt Schinner. Favorisiert wird nun Freitag, der 7. Juni, die Partie wird wahrscheinlich im Raum Schwandorf stattfinden. Er kenne beide möglichen Gegner nicht, sagte Schinner. Die Chancen seien aber ungleich größer als gegen Tännesberg. Sollte Haidenaab den Sprung in die Bezirksliga doch noch schaffen, dann weiß der ASV-Coach schon jetzt, was auf sein Team zukommen würde: „Heute haben wir gesehen, was uns in der Bezirksliga erwarten würde.
Während die Haidenaaber noch hoffen, feiern die Tännesberger unentwegt. Die Truppe hat nicht nur auf dem Platz ihre Klasse. Völlig durchnässt von allen möglichen Alkoholika war Spielertrainer André Klahn immer noch geflasht, wie schnell alles gegangen ist: „Ich bin mit ganz anderen Zielen hierher gekommen“, sagte der 28-Jährige.
Er habe einen Plan für einen längeren Zeitraum aufgestellt. „Dass es jetzt so schnell geht, ist echt ein Traum für die Mannschaft und mich.“ Der erste Neuzugang für die neue Bezirksliga-Saison steht auch schon fest. Aboubacar Fanneh kommt vom Bezirksliga-Meister FC Amberg. „Er ist jung, sehr schnell und technisch stark“, charakterisiert Klahn den jungen Mann, der zuletzt aber beim FC nicht mehr regelmäßig spielte.
Ab nach Mallorca
Die neue Saison ist aber erst mal noch weit weg. „Jetzt fällt der Druck ab“, meinte Klahn noch auf dem Platz. „Wir haben echt Woche für Woche hart gearbeitet.“ Am Ball. Seit Donnerstag ging’s beim Feiern hart weiter. Am Freitagabend gab es dann schon die Vorbereitung für die nächste Riesensause. Einige Aufstiegshelden düsten ab nach Mallorca.














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