03.03.2019 - 13:42 Uhr
HirschauSport

Paukenschlag beim TuS/WE Hirschau

Jörg Gottfried ist nicht mehr Trainer beim Fußball-Kreisligisten. Ein neuer Mann – ein "Nothelfer" – musste kurzfristig her. Am Samstag beim Spiel gegen den SV Hahnbach stand dieser bereits an der Außenlinie.

Thomas Zimmerer.
von Autor ZIGProfil

Gottfried (47) verfolgte am vergangenen Samstag sichtlich gerührt nur als Zuschauer das Testspiel seiner Ex-Mannschaft gegen den Bezirksligisten SV Hahnbach. Hirschau verlor mit 0:5 (Tore: Fabian Schötz, Bastian Freisinger, Christian Gäck, Fabian Brewitzer und Manuel Plach).

Auf die Gründe seines vorzeitigen Abschieds aus Hirschau, er war eigentlich erst zum Ende dieser Saison vorgesehen, wollte Jörg Gottfried nicht mehr näher eingehen. Nur so viel sagte der frühere Vorstopper in der Bayernliga beim 1. FC Amberg: "Das Verhältnis zur Mannschaft war absolut in Ordnung, ich bin nur von der Vereinsbossen enttäuscht."

Auf der Generalversammlung Anfang des Jahres wurde Gottfried noch für seine "herausragende Arbeit" für den TuS/WE Hirschau gedankt. Seine siebenjährige Tätigkeit in Hirschau, zunächst noch als Spielertrainer, gipfelte mit den zwei Aufstiegen von der Kreisklasse Süd in die Kreisliga Süd, und von dort in die Bezirksliga Nord. Als Gottfrieds Nachfolger wurde auch "Hugo" Choussein Choussein, derzeit noch aktiver Spieler beim SV Etzenricht in der Landesliga Mitte unter Trainer Rüdiger Fuhrmann, ab der neuen Saison schon vorgestellt.

Warum kam nun die überraschende Wende? 2. Vorsitzender Rudi Wild (72) dazu: "Der Trainer informierte uns schon vor einiger Zeit darüber, dass wegen seiner anhaltenden Rückenprobleme eine Operation nicht auszuschließen sei. Wir haben uns danach, immer offen und korrekt im Austausch mit Jörg Gottfried, auf die Trainersuche für die neue Saison begeben. Choussein Choussein sollte zum Beginn der neuen Saison bei uns arbeiten, und bis dahin Jörg Gottfried unser Trainer bleiben."

Dann habe Gottfried aber dem Verein wissen lassen, dass er "keine Motivation mehr verspüre". "Wir mussten nun handeln, aber woher sollten wir für drei Monate einen Übergangstrainer bekommen?" Ein sofortiger Einstieg von Cousein Cousein war nicht möglich, weil er beim SV Etzenricht im Wort stand.

Mit dem früheren TuS-Spieler Thomas Zimmerer (52) - er stand am Samstag beim Testspiel gegen den SV Hahnbach bereits an der Seitenlinie - wurde man fündig. Zimmerer stammt aus Pirk bei Weiden, und spielte viele Jahre bei der SpVgg Weiden. Danach war er dort auch als Juniorentrainer und Reservetrainer tätig. In der schlimmsten Zeit seines Heimatclubs SpVgg Pirk, die in der Abmeldung der Mannschaft und dem Neubeginn in der B-Klasse mündete, sprang er als "Nothelfer" ein. Sein Engagement beim Süd-Bezirksligisten SV Leonberg war eine seiner herausragendsten Stationen.

Sein Auftrag lautet nun, so Wild, der Erhalt der Kreisliga Süd, und weiterhin mit jungen Spielern aus dem eigenen Nachwuchs arbeiten. Die Mannschaft rangiert aktuell nach 18 von 26 Partien auf Platz 10, 8 Punkte vom Relegationsplatz entfernt. Am Samstag, 30. März, beginnt für den TuS/WE Hirschau beim Auswärtsspiel in Rosenberg die Restrückrunde mit dem neuen Trainer Thomas Zimmerer an der Seitenlinie.

Der TuS/WE Hirschau verlor gegen den SV Hahnbach das Testspiel mit 0:5 (0:2). Alexander Sollfrank vom SV Hahnbach (Mitte) nimmt den Ball vor zwei Hirschauern an.

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