15.07.2019 - 16:05 Uhr
HirschauSport

Strapaziöser World-Cup in Peru

Es scheint, als liefe es in diesem Jahr nicht so gut. Manuel Ries kehrt mit Rang vier von Peru zurück und gewinnt auch am Monte "nur" Blech. In seiner Paradedisziplin wird er in Führung liegend im Wasser überholt und wird am Ende Vierter.

Manuel Ries Sandboard
von Christian LinglProfil

Es scheint, als liefe es in diesem Jahr nicht so gut. Sandboarder Manuel Ries kehrte mit Rang vier beim World-Cup aus Peru zurück und gewann auch am Monte "nur" Blech. In seiner Paradedisziplin wurde in Führung liegend im Wasser überholt und wird am Ende Vierter

Der Wahl-Amberger kann den Monte Kaolino in Hirschau ebenfalls mit Fug und Recht als seinen Hausberg bezeichnen. Nicht umsonst holte er im vergangenen Jahr dort den Titel im Boardercross holen. So gewann er als Preis beim letzten Sandspirit eine Reise zum Sand-Worldcup in Ica, genauer gesagt in der Oasenstadt Huacachina in Peru.

"Der Sand dort ist völlig anders als am Monte", berichtet er von seiner Reise. "Es ist wie ganz feines Pulver. Das erfordert auch eine völlig andere Präparation der Boards. Das mussten wir erst lernen", erzählt er. Dabei betont er aber auch, dass bei aller Kameradschaft, der sportliche Ehrgeiz schon ziemlich ausgeprägt ist bei diesem Wettkampf. "So richtig gibt da keiner seine Geheimnisse preis, wir haben uns alles abgeschaut."

Wie schnell er lernen kann, zeigt der vierte Rang im Slalom, den er von dort mit zurück in die Oberpfalz brachte. Im Boardercross schockte Manuel gleich zu Beginn mit der Bestzeit in der Qualifikation die Konkurrenz und setzte ein Ausrufezeichen. Allerdings schied er danach in der ersten Runde aus. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste vom Monte das Material noch nicht wie gewünscht im Griff.

In Peru gibt es neben Slalom und Boardercross auch noch Freestyle und Big Air Wettbewerbe. Bei einem davon durfte Ries auch als Schiedsrichter mitmachen. Er würde sofort wieder runter fahren nach Südamerika, auch wenn die Reise eine enorme Strapaze ist: "Man ist gute ein einhalb Tage unterwegs, bis man an der Oase angekommen ist." Seine junge Familie indes hat er Zuhause gelassen. "Momentan herrscht dort Winter. Am Tag hat es zwar rund 25 Grad, aber die Nächte sind kalt." Nicht nur die Reise, sondern auch der Wettkampf ist strapaziös. Denn dort gibt es keinen Lift wie am Monte.

Die Sportler mussten mehrmals täglich ihre Bretter die Dünen hochtragen. Da kamen schon mal 20 Kilometer an einem Tag und einige Hundert Höhenmeter zusammen. "Wer schon mal den Monte Kaolino hochgelaufen ist, weiß wie anstrengend das ist", erzählt der Sandboarder, "zumal der Sand dort noch mehr nachgibt."

In diesem Jahr kann Ries die "Blech-Platzierung verschmerzen, aber im nächsten Jahr, wenn es wieder darum geht, nach Ica fahren zu dürfen, wird der Sandboarder aus Freudenberg wieder ein Wort um den Sieg am Monte mitreden.

Manuel Ries Sandboard
Manuel Ries Sandboard
Mnuel Ries in Ica, vor dem Hintergrund der Oase
Manuel Ries beim Sandboarding Worldcup in Peru
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