04.07.2026 - 20:15 Uhr

Iran-Kritik: „Eine der katastrophalsten Weltmeisterschaften“

Der Streit über das WM-Aus der iranischen Fußball-Nationalmannschaft hält an. Die USA hätten „unnötige Hindernisse geschaffen“.

Irans Fußballer sind bei der WM ausgeschieden. (Archivbild) Bild: Lindsey Wasson/AP/dpa
Irans Fußballer sind bei der WM ausgeschieden. (Archivbild)

Nach ihrem Vorrunden-Aus hat die iranische Nationalmannschaft nochmals den Hauptausrichter hart kritisiert. Die WM solle ein „ein Fest des Fußballs, der Freundschaft zwischen den Nationen und des gegenseitigen Respekts sein - und keine Plattform für politische Einmischung, diskriminierende Praktiken, Rassismus oder unprofessionelles Verhalten“, hieß es in einem Statement. 

„Was sich während dieses Turniers abspielte, stand in klarem Widerspruch zum Geist des Fußballs und zu den Grundsätzen, zu deren Wahrung sich die FIFA stets bekannt hat“, hieß es weiter.

„Unnötige Hindernisse“

Die iranische Nationalmannschaft musste wegen Einreisebeschränkungen für jedes Spiel aus dem WM-Quartier im mexikanischen Tijuana in die USA einreisen und durfte nur kurz vor und nach den Spielen in den Vereinigten Staaten bleiben. Spieler und Verantwortliche hatten deswegen von einer klaren Benachteiligung gesprochen. Der Iran hatte den Einzug in die K.-o.-Runde knapp verpasst.

„Dieses Turnier hat letztendlich gezeigt, dass die Vereinigten Staaten, anstatt die Teilnahme der teilnehmenden Nationen zu erleichtern, unnötige Hindernisse geschaffen haben, die den Geist des Spiels selbst untergraben haben. Es wurde zu einer der umstrittensten und katastrophalsten Weltmeisterschaften der Geschichte, bei der die grundlegenden Werte des Fußballs durch unzureichende Ausrichtung und unprofessionelle Entscheidungen des Gastgeberlandes geopfert wurden“, schloss der Iran das Statement vom Samstag.

Iran verstimmt nach US-Verhalten

Mit seinem Jubel über das Vorrunden-Aus des Irans hatte Markwayne Mullin, Minister für Innere Sicherheit im Kabinett von US-Präsident Donald Trump, den iranischen Verband weiter verstimmt. Dieser kritisierte die Äußerungen von Mullin, zeigte sich aber nicht überrascht. Nicht nur der Iran habe eine „unprofessionelle und unzivilisierte Behandlung durch die US-Behörden“ erfahren, hieß es in dem Statement.

© dpa-infocom, dpa:260704-930-334709/1

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.