04.10.2026 - 16:53 Uhr

Israelis tragen Armbinden in Gedenken an Terror-Opfer

Vor fast genau drei Jahren kam es zum Massaker durch die Hamas auf israelischem Gebiet. Das Fußballteam Israels gedenkt daran nun mit einer besonderen Armbinde. Das Duell mit Irland ist brisant.

Das Spiel Israel gegen Irland ist auch politisch aufgeladen. (Archivbild) Bild: Zsolt Czegledi/MTI via AP/dpa
Das Spiel Israel gegen Irland ist auch politisch aufgeladen. (Archivbild)

Die israelische Fußball-Nationalmannschaft wird in Gedenken an die Opfer des Terrorangriffs vor drei Jahren beim Nations-League-Spiel am Abend (20.45 Uhr) gegen Irland mit schwarzen Armbinden und der Aufschrift „7.10“ auflaufen. Einen entsprechenden Antrag habe die Europäische Fußball-Union UEFA genehmigt, teilte der israelische Verband mit.

Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln nach Gaza verschleppt. Der beispiellose Überfall löste den Gaza-Krieg aus. Seitdem wurden nach Angaben der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde im Gazastreifen mehr als 74.000 Palästinenser getötet. Seit Oktober 2025 herrscht im Gaza-Krieg eigentlich eine Waffenruhe; es gibt aber immer wieder tödliche Angriffe.

Protestaktionen schon im Hinspiel

Das heutige Spiel im serbischen Backa Topola ist auch deswegen brisant, weil es in Irland eine enorme Unterstützung für Palästina gibt. Beim Hinspiel-Duell im ungarischen Debrecen hatten die irischen Spieler auf unterschiedliche Weise ihren Protest ausgedrückt. Sie waren mit schwarzen Armbinden aufgelaufen, bei der israelischen Hymne hielten sie ihre Köpfe gesenkt. Zudem gab es keinerlei Abklatschen vor oder nach dem Spiel. Jack Moylan, Torschütze zum 3:0-Endstand, zog nach seinem Treffer die Armbinde ab und küsste sie.

Ersatztorwart Gavin Bazunu boykottierte gar die Partie und wird auch im zweiten Duell nicht dabei sein. Ein kompletter Boykott, wie zum Teil in Irland gefordert wurde, lehnten die Mannschaft und der Verband aber ab.

© dpa-infocom, dpa:261004-930-788601/1

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