München
14.10.2018 - 23:05 Uhr

Jogis Endspiel in Paris

Drei Spiele sind seit dem desaströsen WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft in Russland über die Bühne gegangen. Ein Umbruch ist bislang nicht einmal in der "light"-Version erkennbar. Es ist höchste Zeit zu handeln. Ein Kommentar.

Kommentar von Fabian Leeb
Bedröppelt schlichen die DFB-Kicker nach der Blamage in Amsterdam vom Feld. Bild: agentur_dpa
Bedröppelt schlichen die DFB-Kicker nach der Blamage in Amsterdam vom Feld.

(fle) Weiter so statt ganz anders: Die Leistungen in den drei Spielen nach der missratenen WM verdeutlichten, dass Joachim Löw nicht gewillt ist, den deutschen Elitekickern ein neues Gesicht zu verpassen. Löws Nibelungentreue zu den Weltmeistern von 2014 ehrt ihn, bremst aber die Entwicklung belebender Elemente wie Sané, Süle oder Brandt aus. An Löw nach dem WM-Desaster festzuhalten, war richtig, doch seine Sturheit steht einem Neuanfang nun im Weg.

Dass er junge, hungrige und frische Kräfte formen kann, hat er beim Confed-Cup 2017 bewiesen. Sobald es jedoch um „seine“ satte und formschwache Achse Neuer, Hummels, Boateng, Müller oder Kroos geht, setzt Löw das Leistungsprinzip außer Kraft, und ihn verlässt jeglicher Mut. Nach dem Endspiel in Paris muss es unabhängig vom Ausgang einen Neuanfang geben – ohne Löw.

 
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