20.11.2019 - 14:27 Uhr
Kastl bei KemnathSport

Heimauftritt der Kastler Schützen

Trommeln, Leinwände, beste Stimmung – das alles wird beim Heimschießen der Hubertus-Schützen Kastl geboten sein. Vorsitzender Wolfgang Raps hofft auf viele Zuschauer. Der Tabellenführer wird den Kastlern alles abverlangen.

Feuer frei in Kastl: Am Samstag laden die Hubertus-Schützen im heimischen Vereinshaus zum Bundesliga-Schießen.
von Redaktion ONETZProfil

Die Stimmung im Kastler Lager könnte nicht besser sein: Im Schützenheim an der Jahnstraße darf das Team um Mannschaftsführer Lukas Haberkorn seinen ersten Heimauftritt in der 1. Bundesliga Süd abhalten. „Wir haben knapp 220 Plätze bestuhlt, es wird große Leinwände geben, so dass alle Zuschauer den Wettkampf mitbekommen. Die Schützen werden durch Trommeln lautstark unterstützt“, freut sich Vorsitzender Wolfgang Raps auf das Schießen am Samstag.

Ab 15 Uhr wird es drei Partien geben, darunter die letzte Begegnung des Tages, wenn die Heimmannschaft auf den bisher ungeschlagenen Tabellenführer SV Pfeil Vöhringen trifft (18 Uhr). „Der Gegner ist sehr stark, die haben einige Olympia-Teilnehmer in ihren Reihen. Es wird sehr schwer für uns, da etwas zu holen“, meint Raps. Haberkorn fügt hinzu: „Die ausländischen Schützen des Gegners sind fraglich, aber ob die in der aktuellen Verfassung überhaupt gebraucht werden, ist die andere Frage.“ Der Kader des SV sei mit internationalen Topschützen aus beispielsweise Russland oder sogar Indien gespickt.

Auch die Kastler haben eine Nicht-Einheimische in der Mannschaft: Christine Schachner. Die Österreicherin hat auch WM-Erfahrung, gemeinsam mit dem Österreichischen Schützenbund nahm sie vergangenes Jahr an der Schützen-WM in Südkorea teil. Einzig das Training mit ihren Teamkollegen gestaltete sich schwierig, wie der Kapitän verrät: „Es gibt nur ein gemeinsames Training vor jedem Wettkampftag, sie bleibt dann meist das ganze Wochenende. Unter der Woche ist kein Training möglich.“ Es sei aber geplant, Schachner im kommenden Jahr in ihrer Heimat zu besuchen und dort ein Trainingslager abzuhalten.

Für die Kastler Schützen läuft es diese Saison noch nicht besonders: Aus bisher vier Wettkämpfen erzielten die Oberpfälzer nur einen Sieg und stehen mit 2:10-Mannschaftspunkten auf dem letzten Tabellenplatz. „Die Bundesliga ist halt eine andere Hausnummer. Zudem kommt noch die steigende Ablenkung durch die Zuschauer, sei es durch Trommeln oder Tröten. Wir haben es bis jetzt nur einmal geschafft, unsere Leistung abzurufen und werden versuchen, am Samstag das Beste daraus zu machen“, erklärt Haberkorn die schlechte Saisonleistung. „Die Vorfreude ist trotzdem riesig, nicht jeder kann einen Heimwettkampf in der 1. Bundesliga aufweisen. Das ist schon besonders.“ Vorsitzender Raps rechnet daher mit großen Zuschauerzahlen: „Wir haben in der Bayernliga schon des Öfteren zwischen 100 und 150 Zuschauer gehabt. Es wird hochklassige Partien geben und der gesamte Wettkampf wird moderiert.“

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